Ein letztes Mal mit Stefan Pauluhn

Bei den Kommunalwahlen in diesem Jahr wird Stefan Pauluhn nicht mehr als Ortsvorsteher für Walsheim kandidieren. Somit war es sein letzter Neujahrsempfang in diesem Amt. Statt Pauluhn will nun Michael Thomann für die Sozialdemokraten antreten.

So lange Stefan Pauluhn in Walsheim Ortsvorsteher ist, so lange gibt es auch schon den Neujahrsempfang für die gesamte Bevölkerung des Dorfes. Am Freitagabend war die Aufmerksamkeit besonders groß, war doch nicht verborgen geblieben, dass der seit 20 Jahren amtierende Ortsvorsteher bei der nächsten Wahl nicht mehr für dieses Amt kandidieren wird.

Stefan Pauluhn hat auf der politischen Karriereleiter einen gewaltigen Sprung gemacht und ist inzwischen Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Ein Amt, das den ganzen Politiker fordert, zeitintensiv und anstrengend ist. Und obwohl der bisherige Ortsvorsteher Pauluhn auch weiterhin "ein Auge" auf sein Dorf haben und "nicht ganz weg" sein wird, will er für das kommunale Spitzenamt nicht mehr kandidieren. Bei einer bisher überaus komfortablen Mehrheit der SPD von acht zu eins Sitzen im Ortsrat ist es durchaus legitim, einen Nachfolger als solchen auch schon vorzustellen. Michael Thomann soll Spitzenkandidat der SPD in Walsheim werden und somit die Nachfolge von Pauluhn antreten. Der 30-jährige Gymnasiallehrer für Französisch und Sport tritt in große Fußstapfen. Stefan Pauluhn hat in seiner Ansprache etliche Projekte erwähnt, die im Laufe seiner Amtszeit verwirklicht wurden. Der SPD-Fraktionschef im Landtag legt in seiner Heimatgemeinde Wert auf die Feststellung, dass alle Erfolge "von ganz vielen" erzielt wurden, er sich sozusagen als Teamplayer in ein gutes Ortsratsteam einreihte.

Von der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses über Straßen- und Neubaugebietserschließungen bis zur Erschließung des Dorfes an Erdgasversorgung, vom Um- und Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses (inklusive Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges) bis zur Installation der Urnenwand auf dem Friedhof, von der Einführung von Grünpflegepatenschaften bis hin zum Bau des Sportplatzes, um nur einige Beispiele der Erfolgsliste aufzuzählen: Pauluhn kann für sich auf eine stolze Bilanz zurückblicken. Und er attestiert seinem Ort und dessen Bewohnern, dass sie kreativ seien, den Zusammenhalt pflegten und zudem Engagement und Unternehmergeist hätten: "Wir in Walsheim sind ein echter Lichtpunkt, auch für andere Gemeinden", zeigte sich Pauluhn stolz auf das Geleistete.

Für seinen Nachfolger warb er bereits um Vertrauen und versprach, soweit zu helfen, wie es ihm die Zeit gestatte: "Ich lasse ihn nicht allein", versprach er. Und erfahrene Unterstützung wird der Kandidat sicherlich auch brauchen, gibt es doch ein großes Problem mit dem Brauereikeller. Dort finden etliche Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft statt, aber nach letzten Erkenntnissen gibt es Nachholbedarf in Sachen Brandschutz.

Pauluhn sieht hier die Gemeindeverwaltung in der Pflicht, hofft auf eine schnelle Entscheidung ("noch vor Fasching"). Denn der Politiker machte unmissverständlich klar, welche Bedeutung der Brauereikeller für das dörfliche Vereinsleben habe: "Die Lösung dieses Problems hat für mich allerhöchste Priorität", so der scheidende Ortsvorsteher.