Ein Häuschen für die Wartenden

Erfweiler-Ehlingen. Wenn die Einweihung eines Buswartehäuschens zum Volksfest wird und der Bürgermeister eine sechsstellige Bausumme nennt, dann hat man mehr geschaffen, als nur eine neue Haltestelle mit Unterstand. Und genau so ist das in Erfweiler-Ehlingen, wo man den alten "Busbahnhof" im Ortskern regelrecht zu verfluchen schien

 Das neue Buswartehäuschen in Erfweiler-Ehlingen ist am Mittwoch eingeweiht worden. Foto: Becker&Bredel

Das neue Buswartehäuschen in Erfweiler-Ehlingen ist am Mittwoch eingeweiht worden. Foto: Becker&Bredel

Erfweiler-Ehlingen. Wenn die Einweihung eines Buswartehäuschens zum Volksfest wird und der Bürgermeister eine sechsstellige Bausumme nennt, dann hat man mehr geschaffen, als nur eine neue Haltestelle mit Unterstand. Und genau so ist das in Erfweiler-Ehlingen, wo man den alten "Busbahnhof" im Ortskern regelrecht zu verfluchen schien. "Der Druck auf uns Kommunalpolitiker wurde immer höher, als wir an Ortsverschönerungswettbewerben teilnahmen", sagte Ortsvorsteher Benno Bubel bei der Einweihung am Mittwoch und erzählte in seiner Rede die Geschichte eines "Stahl- und Blechgebildes", das man mehrmals versucht habe umzugestalten. "All diese Versuche brachten nie den Durchbruch", sagte Bubel, der alte Busbahnhof habe kaum jemandem gefallen, sei stets ein Fremdkörper im Ortsbild gewesen und habe zudem nie seine Funktion erfüllt, denn der Schutz vor schlechter Witterung sei unzureichend gewesen.Entsprechend groß sei der Wunsch gewesen, den Busbahnhof umzugestalten und damit zugleich einen großen Schritt zu einem schöneren Ortskern zu machen. Die Bürger des Ortes hätten sich enorm engagiert und aus Festen und Veranstaltungen 8000 Euro an Spendengeldern aufgebracht. 2008 habe der Umbau des Ortskerns mit der Verschönerung des Brunnens einen ersten Schritt getan, nun stehe mit dem neuen Busbahnhof ein weiterer Baustein. Und der besteht aus einem Wartehäuschen aus Kalkstein mit einem gedeckten Dach, einer Bushaltestelle, einer Trockenmauer zum etwas erhöht gelegenen Park&Ride-Parkplatz und der entsprechenden Bepflanzung. "Vier Helfer haben allein an der Trockenmauer sieben Wochen gearbeitet und 13 Tonnen Kalkstein verbaut", sagte Bubel und dankte den Arbeitern und der Ommersheimer Firma Schmitt für die Spende der Steine. Denn, so Bubel, ohne Engagement aus dem Ort wäre das Projekt nicht fertig geworden.

Die Einweihung geriet zum Fest. Der Kirchenchor St. Mauritius sang und Pastoralreferent Klaus Scheuning segnete den Neubau ein. Bürgermeister Herbert Kessler nannte die Investitionssumme von 145 199 Euro, wobei 75 Prozent öffentlich gefördert worden seien. Durch die Zuschüsse und das Bürgerengagement sei das Projekt überhaupt erst möglich geworden, so Kessler. Gewonnen habe man aber nicht nur den Zuschussbetrag, gewonnen habe man eine deutliche Aufwertung des Ortskerns. Gefeiert wird das am heutigen Freitag mit Musik und dem Zieleinlauf der Trofeo, erstmals auf der neuen Fläche. bub

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