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Ein General, der kapituliert, und vier lebenslustige Frauen

Ein General, der kapituliert, und vier lebenslustige Frauen

Im Film „Diplomatie“, der in der Kinowerkstatt St. Ingbert gezeigt wird, dreht sich alles um das Thema „Brennt Paris“. Die Komödie „Die Hersbtzeitlosen" handelt dagegen von vier Frauen, die im Akter ihre Träume verwirklichen.

. Die Kinowerkstatt St. Ingbert , Pfarrgasse 49, zeigt am Freitag, 31. Oktober, um 19 Uhr, und am Samstag, 1. November, um 18 und 20 Uhr, den Spielfilm "Die Herbstzeitlosen" (Schweiz 2006) von Regisseurin Bettina Oberli. "Die Herbstzeitlosen" ist eine Komödie um vier ältere Damen, die mit einer Dessous-Boutique das verschlafene Dorfleben im schweizerischen Ort Trub auf Trab bringen: Die 80-jährige Martha hat nach dem Tod ihres Mannes allen Lebensmut verloren. Um sie aus ihrer Lethargie zu reißen, überreden die Freundinnen die ehemalige Schneiderin, sich einen Traum zu erfüllen und im ehemaligen Lebensmittelladen ihres Mannes eine Boutique für selbst entworfene Dessous zu eröffnen. Das sorgt in dem kleinen Emmentaler Dorf für einige Aufregung. Hauptdarstellerin Stephanie Glaser erhielt eine Nominierung für den Schweizer Filmpreis 2007. "Diese charmante und mit Witz unterhaltende Komödie aus der Schweiz punktet mit vier Hauptdarstellerinnen unter Führung von Stephanie Glaser, die eine zeitgemäße Botschaft fröhlich verkünden: Es ist nie zu spät, seine Wünsche in die Wirklichkeit umzusetzen. Nicht mit 66, sondern gar erst mit 80 fängt das Leben an für diese "Kalender Girls", heißt es bei kino.de.

Und das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Eine lebensbejahende, mit einer Reihe Schweizer Altstars besetzte Mundart-Komödie, die geschickt die Chiffren und die holzschnittartig-schwülstige Dramaturgie des gängigen Heimatfilms umschifft und zu einem charmanten Plädoyer für Würde und Lebensfreude im Alter wird."

Die Kinowerkstatt zeigt auch an diesem Wochenende "Diplomatie " - den neuen Film von Volker Schlöndorff . Zu sehen am Sonntag, 2. November, und am Montag, 3. November, jeweils um 20 Uhr. "Brennt Paris " - das ist die zentrale Frage, um die es in Schlöndorffs Film "Diplomatie " geht, in dem unter anderem Niels Arestrup, André Dussollier, Robert Stadlober, Burghart Klaußner , Lucas Prisor, Paula Beer und Thomas Arnold mitwirken.

Hitler wollte die französische Hauptstadt zerstören, aber der deutsche Stadtkommandant widersetzte sich. Volker Schlöndorff stellt sich in seinem neuen Film "Diplomatie " vor, wie es dazu kam. Hitler habe die Schönheit von Paris immer bewundert, heißt es, und er träumte davon, dass Berlin einmal genauso schön würde, nur größer. Aber im Sommer 1944 war ein Großteil Berlins nur noch ein rauchendes Trümmerfeld, und die Alliierten standen kurz davor, Paris von der deutschen Besatzung zu befreien. Das konnte aus Sicht des Führers nur eines bedeuten: Bevor er die französische Hauptstadt aus den Händen gibt, lässt er sie lieber ausradieren. Louvre , Notre Dame, Eiffelturm - alles sollte brennen, nichts sollte bleiben.

Der entsprechende Führerbefehl vom 23. August 1944 ist überliefert, aber es ist nicht ganz klar, warum er nicht befolgt wurde. Dietrich von Choltitz , der kommandierende General von Groß-Paris, kapitulierte stattdessen am 25. August, und Paris blieb so schön, wie es heute noch ist. Aber wer oder was hat Choltitz dazu bewogen?

kinowerkstatt.de