Ein etwas anderer Vampir-Streifen

Ein Meisterwerk der Leinwand-Kunst stellt die St. Ingberter Kinowerkstatt gleich zu mehreren Terminen vor. Das neueste Werk von Regisseur Jim Jarmusch handelt von einem rockenden Vampir und seinen Liebschaften.

. Bereits ab dem heutigen Donnerstag, 16. Januar, 20 Uhr, läuft in der Kinowerkstatt St. Ingbert der neue Jim Jarmusch-Film "Only Lovers left alive" (Deutschland / USA / Großbritannien / Frankreich / Zypern 2013 mit Tom Hiddleston, Tilda Swinton, Mia Wasikowska, John Hurt und Anton Yelchin. Weitere Termine: Freitag, 17. Januar, 21.45 Uhr, Samstag, 18. Januar, Sonntag, 19. Januar und Montag, 20. Januar, jeweils um 20 Uhr.

Adam (Tom Hiddleston) ist Rock-Musiker und Erfinder und weilt schon seit Ewigkeiten auf der Erde. Er lebt verschanzt in einer Villa in einem Detroiter Industriegebiet. Da er das Haus erst mit Anbruch der Dunkelheit verlassen kann, beschäftigt er sich tagsüber mit seinen Gitarren und tüftelt an verschiedensten Dingen herum. Von den Menschen hält er sich ohnehin lieber fern, weil er kaum ertragen kann, wie die ihre Welt völlig sinnlos zu Grunde richten. Und so driftet er immer stärker in die Depression ab, zumal seine große Liebe Eve (Tilda Swinton) Tausende von Kilometern entfernt lebt. Auch sie scheut die Menschen und muss sich dank des Flaschenblutes ihres alten Freundes Christopher Marlowe auch nicht mit ihnen abgeben. Eve beginnt trotz großer Distanz den schwindenden Lebensmut ihres Geliebten zu spüren und begibt sich nach Detroit.

Als sie dort angekommen ist, feiert das Paar zunächst seine Wiedervereinigung. Doch dann taucht plötzlich Eves Schwester Ava (Mia Wasikowska) bei ihnen auf und wirbelt ihrer aller Leben kräftig durcheinander. Nach der Weltpremiere von "Only Lovers Left Alive" bei den Filmfestspielen von Cannes 2013 feixte ein gut gelaunter Jarmusch bei der Pressekonferenz ironisch: "Ich habe gehört, dass man mit Vampirfilmen eine Menge Geld verdienen kann." Trotzdem präsentiert der "Dead Man"-Regisseur natürlich keinen neuen "Twilight"-Film - immerhin hat er die "Twilight"-Filme nach eigener Aussage nicht einmal gesehen.

"Wirklich sehenswert! Ich bin begeistert und finde es sehr interessant, dass man nicht den typischen Hollywood-Vampircharakter verwendet. Auch die Rollen sind perfekt. Man muss das Genre mögen jedoch dann kann man einfach nicht genug von diesem Film haben. Ich wollte gar nicht mehr aus dem Kino", meint Svenni J. auf filmstarts.de.

kinowerkstatt.de