Ehepaar ist seit 60 Jahren verheiratet

St Ingbert · Am 26. Juli 1954 ließen sich Alois und Margaretha Gaspers trauen. Das Paar, das heute in St. Ingbert lebt, lernte sich beim Tanzen kennen. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Heute genießt das Ehepaar seine gemeinsame Zeit daheim im Garten.

 St. Ingberter aus der Eifel: Alois und Margaretha Gaspers sind seit 60 Jahren verheiratet. Foto: Cornelia Jung

St. Ingberter aus der Eifel: Alois und Margaretha Gaspers sind seit 60 Jahren verheiratet. Foto: Cornelia Jung

Foto: Cornelia Jung

. Vor 60 Jahren, am 26. Juli 1954, gaben sich Alois und Margaretha Gaspers im Standesamt das Jawort. Damals noch in der Eifel, woher sie stammen. Der heute 86-Jährige kommt aus Mürlenbach, einem Örtchen zwischen "Bitburger Pils und Gerolsteiner Sprudel", wie sich Alois Gaspers selbst verortet. Seine Frau wohnte nicht weit weg in Densborn. Kennengelernt haben sich der Student, der später als Bauingenieur sein Brot verdiente, und Greta Kappes, die eine Hauswirtschaftsausbildung absolvierte, beim Tanzen. Sie fand ihn nett, zuvorkommend und "feiner als die Bauernbuben", er fand eine Frau, die "Verantwortung fürs Hauswesen übernahm". Weil Alois ein "Motorrädchen" besaß, sah sich das junge Paar regelmäßig. Beim Treffen blieb es eine Zeit lang. "Wir sind christlich erzogen, da hat das damals alles etwas länger gedauert", sagen sie. Samstags fuhr er in die "Kappesmühle", wo seine spätere Frau aufwuchs und sich um vieles in der Wassermühle kümmerte, in der Korn gemahlen wurde. "Sie hat als Kind schwer in die Speichen greifen müssen", erinnert sich Alois Gaspers an die schwere Zeit. Margarethas Vater mochte den jungen Mann, was auch dazu führte, dass er sich gern ausgiebig mit dem Freund seiner Tochter unterhielt, dabei ein Pfeifchen nach dem anderen rauchte und spät zu Bett ging. "Wir mussten uns die gemeinsamen Stunden abknapsen", erzählt die 82-jährige Greta Gaspers, wie sie ihren späteren Ehemann mit ihrem Vater "teilte". Nach drei Jahren des Werbens heirateten die zwei Eifeler, bekamen 1956, 1958 und 1969 drei Kinder. Im Rückblick sagt das diamantene Paar, dass "uns nichts Besseres hätte passieren können". Alois Gaspers begann seine berufliche Laufbahn beim Wiederaufbau der Bahnanlagen im damaligen Direktionsbezirk Trier, um 1971 "laut Order" in die Konstruktionsabteilung der Direktion Saarbrücken zu wechseln. Später erfolgte seine Berufung zur Prüfinstanz für das bautechnische Rechnungswesen, später im Auftrag des Bundesrechnungshofes, in Saarbrücken. Dort bewohnte die Familie eine Dienstwohnung, wo sie nicht so recht heimisch wurden. 1979 bezogen sie ihr Eigenheim in St. Ingbert , in dem sie sich sehr wohl fühlen. Ihre Kinder wohnen nicht weit weg, was beiden sehr wichtig ist. Alois Gaspers gab damals eine Devise aus: "Wenn wir die Eifel schon verlassen müssen, dann wollen wir zumindest zusammen bleiben." Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Nach der Hochzeit, die eine Liebesheirat war, wie Alois Gaspers sagt, gab es auch Höhen und Tiefen. Heute fahren sie nicht mehr oft weg, sondern genießen die gemeinsame Zeit in ihrem Garten . Am Tag der Diamantenen Hochzeit allerdings sind sie nicht daheim, denn just an diesem Datum gibt Bischof Wiesemann in Speyer einen Empfang für Jubiläumspaare - und den wollen die zwei nicht verpassen.