Drehteile in höchster Präszion

Rohrbach/St. Wendel. Wer jetzt noch auf der Suche nach einem Facharbeiter-Ausbildungsplatz für das im August beginnende Lehrjahr ist, der könnte vielleicht in Rohrbach fündig werden. Dort ist es das Unternehmen Th

Rohrbach/St. Wendel. Wer jetzt noch auf der Suche nach einem Facharbeiter-Ausbildungsplatz für das im August beginnende Lehrjahr ist, der könnte vielleicht in Rohrbach fündig werden. Dort ist es das Unternehmen Th. Jansen, das für die Fertigung von Großarmaturen, also Absperrungen von Leitungssystemen in Industrieanlagen, noch zukünftige Konstruktionsmechaniker und Zerspanungsmechaniker für die Fachrichtung Drehtechnik sucht.Mit dem Schritt des Unternehmens hin zum Ausbildungsbetrieb betritt Jansen Neuland, erst seit der Trennung vom ehemaligen Mutterkonzern Friactec aus Mannheim im November 2007 denkt man in Rohrbach wieder darüber nach, den eigenen Nachwuchs selbst auszubilden. "Im Bereich der Armaturen für Großanlagen wie Kraftwerke oder Hüttenanlagen haben wir 100 Jahre Erfahrung", verdeutlicht Werkleiter René Gross das Gewicht des Unternehmens, das sich auf die Individualanfertigung dieser teils tonnenschweren Anlagenkomponenten spezialisiert hat. Diese Erfahrung will man nun an die künftige Generation von Facharbeitern weitergeben. Dass es sich dabei um ein spannendes Arbeitsfeld handelt, zeigt schon der weltweite Kreis der Kunden von Jansen.Ein Slogan wie "Von Rohrbach nach Rio" wäre angesichts der Tatsache, dass Jansen seine Produkte bis nach Südamerika verkauft, nicht aus der Luft gegriffen. "Nach der Abtrennung von Friactec war uns klar, dass wir eigene Leute ausbilden müssen. Das ist wichtig, gerade in unserem sehr speziellen Produktsegment." Das Unternehmen will so auch einem Problem entgegentreten, mit dem viele Betriebe kämpfen: dem Facharbeitermangel."Der Markt sucht gute Leute. Die, die fest in ihrem Betrieb verwurzelt sind, wechseln in der Regel nicht. Und die, die es doch tun, sind nicht zu bezahlen. Deswegen ist es sehr schwierig, gute Leute zu finden, gerade im Anlagen- und Maschinenbau." Des einen Leid, könnte des anderen Freud sein: "Wir bilden ganz klar mit dem Ziel der Übernahme aus", verspricht Gross.Die künftigen Lehrlinge sollten natürlich einiges an Qualifikation mitbringen, schulische Überflieger müssen sie aber nicht sein. Gross: "Es reicht im Prinzip ein guter Hauptschulabschluss. Natürlich sollten dort die Noten in den Naturwissenschaften nicht schlecht sein. Was uns sehr wichtig ist, ist ein echtes Interesse an dem Beruf und der Eindruck von Beständigkeit und Durchhaltevermögen."

Auf einen BlickKonstruktionsmechaniker stellen Metallbaukonstruktionen, Industriemaschinen, Förderanlagen und auch Schiffe her. Mit Hilfe manueller und maschineller Verfahren fertigen sie einzelne Bauteile aus Blechen, Profilen sowie Rohren und montieren diese. Konstruktionsmechaniker arbeiten in erster Linie in Unternehmen des Metallbaus, des Maschinen- und Fahrzeugbaus sowie im Baugewerbe.Zerspanungsmechaniker fertigen Präzisionsbauteile aus Metall durch spanende Verfahren wie Drehen, Fräsen oder Schleifen. Dabei arbeiten sie in der Regel mit CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen. Diese richten sie ein und überwachen den Fertigungsprozess. Zerspanungsmechaniker arbeiten in Metall verarbeitenden Betrieben, in denen durch spanende Verfahren Bauteile gefertigt werden, beispielsweise im Maschinen-, Stahl- oder Leichtmetallbau. thw