Dr. Wolgnag Hornberger zum Schnachen im Kreiskrankenhaus St. Ingbert

Vortrag im Kreiskrankenhaus : Vortrag über das „Schnarchen – Die Säge an der Liebe“

Chefarzt Dr. Wolfgang Hornberger spricht am morgigen Mittwoch, 17. April, ab 18 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe „Medizin aktuell“ zum Thema „Schnarchen“ im Kreiskrankenhaus in St. Ingbert. Schnarchen (Rhonchopathie) ist ein weit verbreitetes Phänomen: Mit steigendem Alter ist fast jeder zweite Erwachsene betroffen.

Der nächtliche Geräuschpegel ist dabei etwa so hoch wie der eines vorbeifahrenden Lastkraftwagens – dies stellt insbesondere ein Problem für den Bettgenossen des Schnarchenden dar.

Man unterscheidet verschiedene Arten des Schnarchens: Beim einfachen Schnarchen erhöhen verengte Atemwege die Strömungsgeschwindigkeit der ein- und ausströmenden Luft. Zusammen mit der im Schlaf erschlafften Muskulatur flattern Zäpfchen und Gaumensegel beim Ein- und Ausatmen, was die störenden Geräusche erzeugt. Die Verengung der Atemwege beim einfachen Schnarchen ist meist die Folge einer Infektion der oberen Atemwege oder von allergischen Reaktionen. Atemaussetzer treten beim einfachen Schnarchen nicht auf.

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom geht mit kurzen Atemaussetzern im Schlaf einher. Auslöser sind auch hier verengte obere Atemwege, welche oft auf anatomische Besonderheiten im Hals-Nasen-Ohrenbereich zurückzuführen sind. Hierzu zählen vergrößerte Rachenmandeln, Zunge oder Gaumenzäpfchen, aber auch Nasenpolypen, chronische Nasennebenhöhlenentzündung oder eine verkrümmte Nasenscheidewand. Die kurzen Atemaussetzer veranlassen das Gehirn zu einer Weckreaktion, dabei atmet der Betroffene tief ein, was mit einem lauten Schnarchgeräusch verbunden ist. Die Weckreaktion führt aber meist nicht dazu, dass der Betroffene richtig aufwacht. Die obstruktive Schlafapnoe kommt vor allem bei übergewichtigen Männern vor, besonders im höheren Alter.

Bei der zentralen Schlafapnoe treten ebenfalls Schnarchgeräusche und Atemaussetzer im Schlaf auf. Die kurzen Atemstillstände beruhen bei dieser Form auf einer Störung des Atemantriebs im Gehirn: Die Muskulatur in Brust und Zwerchfell ist im Schlaf inaktiv, sodass der Betroffene zu wenig und nicht tief genug atmet. Der resultierende Sauerstoffmangel alarmiert das Gehirn, das sofort eine Weckreaktion einleitet. Das zentrale Schlafapnoe-Syndrom ist meist die Folge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Es tritt vor allem bei Männern und im höheren Alter auf.

Welche bewährten Therapiemöglichkeiten es gibt und wann ein operativer Eingriff notwendig ist, erklärt der Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde am Kreiskrankenhaus St. Ingbert, Dr. Wolfgang Hornberger, in seinem Vortrag „Schnarchen – Die Säge an der Liebe“. Wie immer steht der Referent während und nach dem Vortrag für Fragen zur Verfügung. Der Vortrag findet im Mitarbeiter- und Gästekasino des Kreiskrankenhauses im Sockelgeschoss statt.

Mehr von Saarbrücker Zeitung