DNA bietet 500 Menschen Arbeit

Zehn Jahre ist es her, dass die Stadt St. Ingbert die ehemalige Industriebrache an der Dudweilerstraße, heute Drahtwerk-Nord-Areal, gekauft hat. Wirtschaftsförderer Thomas Debrand berichtet, heute seien 60 Prozent vermarktet. Rund 500 Menschen fänden in den Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren auf dem Gelände niedergelassen hätten, Arbeit.

Aus einem reinen Informationstechnologie-Park wie ursprünglich einmal angedacht, ist auf dem Drahtwerk-Nord-Areal (DNA) nichts geworden. Aber das sieht St. Ingberts Wirtschaftsförderer Thomas Debrand in keinster Weise problematisch: "Zum damaligen Zeitpunkt war es vollkommen richtig, die Ausrichtung auf hochwertige IT zu legen." Damals, das heißt vor zehn Jahren. Denn so lange ist es her, dass die Stadt das Drahtwerk-Nord-Areal erworben hat. Von den 23 Hektar ist etwas mehr als die Hälfte gewerblich nutzbar. Nach der Erschließung war es das Maschinenbau-Unternehmen Preinfalk, das 2007 als erstes sein Werk auf dem Gelände baute. Seither ist einiges geschehen, nach Preinfalk kamen Unternehmen wie Trucktec, CNC Creative Marketing & Consulting, Key-Systems. Gut 60 Prozent der alten Industriefläche sei vermarktet, sagt Debrand. Er spricht von rund 500 Menschen, die in elf Firmen auf dem Areal einer Beschäftigung nachgehen. Preinfalk ist demnach mit etwa 200 Mitarbeitern größter Arbeitgeber.

Das Interesse an einer Ansiedlung in der Mittelstadt ist nach den Worten des Wirtschaftsförderers ungebrochen: "Wir bekommen regelmäßig Anfragen." Das "Filetstück" am Kreisverkehr Dudweilerstraße sei noch zu haben wie auch Gelände auf der oberen der beiden Terrassen. Im oberen Teil hätten in der jüngsten Vergangenheit zwei Firmen ihr Interesse zurückziehen müssen, ansonsten wäre dort schon nicht mehr viel zu haben. Einige Freiflächen könne die Stadt zudem momentan nicht vermarkten, weil die benachbarten Unternehmen sich Optionen für einen Ankauf gesichert hätten.

Unterdessen verändert sich das Gesicht des DNA weiter. Der Software-Entwickler Weisang baut gerade (die SZ berichtete), das Unternehmen feierte Ende Juni Richtfest. Weitere Gründungen stehen an. Debrand, auch Geschäftsführer der städtischen Gewerbegelände-Entwicklungsgesellschaft (GGE), verrät schon mal, mit der Firma Doppler, die schon einen Standort in der St. Ingberter Schlackenbergstraße hat, sei man sich ebenfalls einig. Die Orthopädie-Mechaniker haben es ihm besonders angetan, weil sie "Handwerk und Hightec" miteinander verbänden. "Es entsteht auf dieser Fläche ein toller Park", ist sich Debrand sicher.

In der neuen Reihe "Wirtschaftsdialog am Morgen" hat die Rathaus-Abteilung die DNA-Unternehmen zwischenzeitlich zu einem Informationsaustausch eingeladen. Das Treffen sei sehr erfolgsversprechend gelaufen. Der Wirtschaftsförderer: "Die Unternehmen kennen sich teilweise untereinander noch gar nicht. Der Wirtschaftsdialog war eine gute Möglichkeit, sich auszutauschen." Über solche Treffen ließe sich ein Netzwerk aufbauen, das für die Firmen auf dem Drahtwerk-Nord-Areal durchaus interessant sein könne.

Und das womöglich noch ein paar attraktive Betriebe anzieht, die das alte Drahtwerk-Areal in den kommenden Jahren gänzlich ausfüllen.

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