Stadt verteidigt Anhebung Viel Verärgerung um erhöhte Hundesteuer in St.Ingbert

St. Ingbert · Um 24 Euro steigt ab diesem Jahr in St.Ingbert die Steuer für einen Hund. Das sorgt für Unmut bei etlichen Haltern. Die Stadt verteidigt die Anhebung.

 Zu Beginn des Jahres hat der Stadtrat die Hundesteuer in St. Ingbert erhöht. Das sorgt für viel Diskussion unter den Bürgern.

Zu Beginn des Jahres hat der Stadtrat die Hundesteuer in St. Ingbert erhöht. Das sorgt für viel Diskussion unter den Bürgern.

Foto: dpa/A3576 Maurizio Gambarini

Bei dem vor knapp einem Monat vom Stadtrat beschlossenen Doppelhaushalt für St. Ingbert gab es einen großen öffentlichen Aufreger: die Erhöhung der Hundesteuer, die sogar die deutlich mehr Bürger betreffende Anhebung der Grundsteuer in den Schatten stellte. Geharnischte Wort fand etwa Gerd Schweitzer in einem vierseitigen Offenen Brief an Oberbürgermeister Ulli Meyer. Der St. Ingberter schreibt unter anderem: „Mit Erstaunen las ich in der Saarbrücker Zeitung, dass die Hundesteuer wegen ,coronabedingten Ausfällen’ drastisch erhöht werden soll. Je länger ich darüber nachdachte, wandelte sich das Erstaunen in Entsetzen und Wut. Sie suchen sich eine Gruppe von Menschen aus, die für die coronabedíngten Ausfälle haften beziehungsweise geradestehen soll.“ Und weiter wird auf die Lage der von dieser Steuererhöhung Betroffenen verwiesen. „Haben Sie einmal darüber nachgedacht, dass gerade in dieser schweren Zeit für viele Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer, vor allem auch ältere und alleinstehende Menschen, der Hund nicht nur ein Begleiter ist?“ Gerade für Hundebesitzer mit geringen Einkommen würden 20 Euro und mehr viel Geld bedeuten, wie es im Brief weiter heißt. Nach der neuen Hundesteuer-Satzung für St. Ingbert beträgt die jährliche Hundesteuer seit diesem Jahr 84 Euro, 114 Euro für den zweiten Hund sowie 156 Euro für den dritten und jeden weiteren Hund (wir berichteten). Damit steigt die Steuer je Hund ab diesem Jahr um 24 Euro jährlich.