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Die Vielfalt des Tanzes auf einer Bühne

Die Vielfalt des Tanzes auf einer Bühne

Gruppen der saarländischen Kneipp-Vereine hatten bei Tanz-Festival in Rohrbach viel Spaß an der Bewegung.

Am Sonntag hatte der Kneipp-Verein Rohrbach zum Tanz-Festival für Tanzgruppen der saarländischen Kneipp-Vereine aufgerufen. Sieben Ortsvereine kamen zum Teil mit mehreren Formationen in die Rohrbachhalle, um zu zeigen, wie unterschiedlich man sich zu traditionellen oder modernen Klängen bewegen kann. Sogar eine größere "Abordnung" aus Ommersheim war nach Rohrbach gekommen, obwohl sie gar keine Tänzer gemeldet hatten. Auch sie hatten ihren Spaß an mehr als zwei Stunden "Tanzbewegung" der unterschiedlichsten Art. Jazz-Dance, Hip-Hop, Line-, Stepp-, Block- und Gruppentanz sowie das mitreißende Zumba animierte teilweise sogar zum Mitmachen.

"Wir bewundern heute, wofür ihr das ganze Jahr trainiert", sagte Christel Michély-Fickinger, die Vorsitzende der Rohrbacher Kneippianer, "es ist was fürs Auge und den ganzen Körper." Vor allem zeige es gerade bei den Jüngsten, wie beispielsweise den Tanzzwergen aus Quierschied, die nach der "Heidi"-Melodie in Dirndln tanzten, dass "die Eltern Wert darauf legen, dass sich die Kinder bewegen", wie Andrea Pielen sagte. Die Landesvorsitzende des Kneipp-Bundes traf in Rohrbach viele Bekannte und war begeistert ob der Vielfalt der Darbietungen. Der Bund sei nach Fußball und Turnen der drittstärkste Verband im Saarland. Vor allem habe er mit einer auf Ganzheitlichkeit gerichteten Philosophie ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Vereinen, obwohl man von Außenstehenden meist nur im Bewegungssektor wahrgenommen werde. Oder man verbinde mit dem Kneipp-Verein "Wassertreter und alte Menschen", wie Pielen beobachtet. "Das ist schlimm", so die ehemalige Lehrerin, die nun ihre Arbeit für und im Verband als Full-Time-Job ausführt. Solch ein Tanzfestival zeige noch mal eine weitere Seite des Vereinslebens. "Das würde man gar nicht hinter Kneipp vermuten", sagte sie.

Moderatorin des Nachmittags war Sabine Keiper, die selbst bei den Rohrbacher Kneippianern tanzt und die Tanzgruppe "S.h.o.b.", die Abkürzung von "Stay happy on beat", leitet. Tanzen sei Träumen mit den Füßen, zitierte sie Fred Astaire, und es kann noch viel mehr. Da wurden am Sonntag zum Teil tänzerisch kleine Geschichten erzählt und eine Premiere gefeiert. Denn die Rohrbacherin Madeleine Keiper, die in den Fußstapfen ihrer Mutter "tanzt", leitet nicht nur die Hip-Hopper "Magic Girls", sondern auch "The Originals", die sich erstmals öffentlich präsentierten.

Am Ende des Tanzfestivals war das Ziel erreicht - zu zeigen, wie vielfältig Tanzen sein kann, aber auch wie viel Spaß es macht. Und dass es eine Freizeitbeschäftigung ist, für die man nie zu alt ist.