Pfuhlwiese: Die „Pfuhlwiesler“ rücken weiter zusammen

Pfuhlwiese : Die „Pfuhlwiesler“ rücken weiter zusammen

Aus der reinen Bürgerinitiative soll eine Gemeinschaft von guten Nachbarn entstehen.

Die Bürgerinitiative Pfuhlwiese hatte zu einem zweiten Nachbarschaftstreffen auf eben jene Grünfläche eingeladen. Als die ersten Absichten für Bebauungspläne mit Supermarkt und verdichteter Wohnbebauung aufkamen, formierten sich die Anwohner, um dagegen anzukämpfen. Hätte es diese Entwürfe zur Bebauung und die Treffen zur „Unmutsäußerung“ darüber nicht gegeben, wären die Nachbarn, die auch vorher schon eine gute Gemeinschaft pflegten, wohl nie so eng zusammengerückt, wie sie es jetzt tun. Nach der Erläuterung der Pläne während eines Treffens mit Ortsvorsteher Ulli Meyer im November trafen sich die Anwohner danach zur „Hofplauderei“, einem ersten gemütlichen Treffen. Das kam so gut an, dass es nun zu einer Neuauflage des Beisammenseins auf der Pfuhlwiese kam. Um Stehtische und Bockmöbel zu stellen, musste zuerst das hohe Gras weichen. Meyer hatte im Vorfeld seine Unterstützung für dieses Treffen zugesagt und sorgt nicht nur dafür, dass es auf der Wiese bald eine Bank geben wird, sondern er legte mit Landschaftsgärtner Claus Günther selbst Hand beim Mähen an. Die Kinder tollten umher, die Erwachsenen genossen bei gutem Wetter und selbst gemachten Fingerfood, Holunderlimonade oder auch einem Bier ihre grüne Oase. „Durch die Bürgerinitiative ist eine wunderbare Gemeinschaft entstanden. Es ist Zeit für eine aktive Bürgerschaft“, so BI-Sprecherin Sandra Woll. Man wolle mehr als sich nur mal über den Weg zu laufen oder beim Einkaufen zu treffen, meint auch ihre Mitstreiterin Anja Graj-Lauer. Wie Woll sagte, habe man sich schon Gedanken für Vorschläge zum Stadtentwicklungskonzept gemacht, die zu einem späteren Zeitpunkt auch dem Stadtrat überreicht werden. Man wolle sich als BI Pfuhlwiese einbringen und nicht erst warten, bis man etwas vorgesetzt bekomme. Welche Ideen man für die Pfuhlwiese hat, wurde noch nicht verraten. Lediglich, dass man sich an dieser Stelle einen Boule-Platz vorstellen könne.

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