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Die Pfalzsternhütte in St. Ingbert bewirtet gerne Familien

Wanderhütten in St. Ingbert : Nah an der Stadt – doch eine andere Welt

Wandern ist im Trend. Die Heimat erleben, schattige Wälder durchstreifen, sanfte Hügel und grüne Täler, Bäche und Seen erkunden. Ganz wichtig dabei: Die Wanderhütten. Wir stellen die St. Ingberter Wanderhütten vor.

„Wir lieben Familien als Gäste.“ Markus Weber schwärmt vom Reiz des riesigen Auwaldes. Hier gibt es breite Spazierwege, die Kinder können unbeschwert im Wald herumtoben. Mittendrin die Pfalzsternhütte. Dort sollen sich die Familien ebenso wohl fühlen, das ist eines der Ziele des Hüttenwirts. Gemeinsam mit seinem Bruder Michael Weber führt er seit knapp drei Jahren die schöne Hütte am Stadtrand. Von der Oststraße her sind es ein paar hundert Meter bis zum geräumigen Parkplatz der Hütte. Oder man kommt zu Fuß, vom Hobels, von Hassel, von Rohrbach. Die Pfalzsternhütte ist ein schönes Ziel für Wanderer und Spaziergänger.

Dabei war es eine „Schnapsidee“, die Hütte zu übernehmen. Michael Weber hatte beim Vorpächter ab und zu ausgeholfen. Als er seinen Mietvertrag kündigte, überlegten die beiden Brüder, ob Hüttenwirt nicht eine schöne Ergänzung zum Berufsleben sein könnte. Immerhin, Markus Weber hat im Sengscheider Hof Koch gelernt, er arbeitet bei einem Catering-Service. Michael Weber ist Kfz-Mechaniker, hatte aber in der Pfalzsternhütte schon seine Liebe zum Hüttenleben entdeckt. Heute, nach drei Jahren, sind beide ganz glücklich über ihre Schnapsidee.

„Wir sind eine ganz normale Wanderhütte, und mehr wollen wir gar nicht.“ Markus Weber sieht die Stärken der Hütte bei günstigen, reichlichen Speisen und guten Getränken, die sich auch Familien mit mehreren Kindern leisten können. Das hat Tradition in der Pfalzsternhütte. 1966 wurde sie vom Wanderclub Pfalzstern gebaut. Nach der Auflösung des Vereins ging die Hütte in das Eigentum der Stadt über, die sie an den Pfälzerwald-Verein verpachtete. Der wiederum schloss einen Vertrag mit den Weber-Brüdern.

„Wir sind so nah am städtischen Treiben, aber doch so weit weg. Und eine eigene Welt“, freuen sich die beiden Webers. Dabei merkt Markus an, dass es „die coolste Hütte der Stadt“ sei – womit er die Temperaturen im Hochsommer meint. Der dichte Baumbestand sorgt für angenehme Kühle, selbst wenn man überall sonst unter Hitze stöhnt.

Cool ging es auch bei den Hüttenkonzerten zu, die die Beiden schon etliche Male veranstaltet haben. Lokale und regionale Bands haben dann vor der Pfalzsternhütte ihren Auftritt. Corona stellt auch vor diese Veranstaltungsreihe derzeit ein großes Fragezeichen. „Wäre aber schon schön, damit weiterzumachen“, so Markus Weber.

Auch für die vielen privaten Feste ist die Hütte bestens eignet. Ein großer Schwenker steht bereit, den die Gäste auch privat mieten können, wenn das Haus die übrige Bewirtung übernimmt. Davon machen viele Familien, Vereine und Firmen immer wieder Gebrauch. In der Hütte selbst haben 60 Personen Platz, im Außengelände bis zu 120 Menschen. Das eignet sich perfekt für den Kindergeburtstag, aber auch für Betriebsausflüge.

Eines der Highlights im Hüttenleben sind die „Suppenkasper-Tage“ im Herbst. Frisch gekocht werden dann verschiedene Suppen in großen Kesseln auf Feuern im Freien vor der Hütte. Für einen minimalen Preis kann man sich durch die Suppen durchprobieren. „Da ist immer die Hölle los, das macht allen Beteiligten richtig Spaß“, erzählen die Hüttenwirte. Sie haben durchgetestet, an welchen Tagen der Hüttenbetrieb beim Publikum am besten ankommt.

Derzeit ist die Pfalzsternhütte samstags und sonntags geöffnet. Samstags von 14 bis 19 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr. www.pfalzsternhuette.de,Tel. (0160) 9 66 71 43 0 und (0152) 08 83 39 30