1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. St. Ingbert

„Die letzte Versuchung Christi“ und „Beste Chance“

„Die letzte Versuchung Christi“ und „Beste Chance“

Passend zur Osterzeit zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert den Scorcese-Film „Die letzte Versuchung Christi“. Außerdem gibt's an diesem Wochenende „Beste Chance“, den neusten Film von Marcus H. Rosenmüller zu sehen.

Martin Scorceses "Die letzte Versuchung Christi" (USA 1988, 155 Min.) läuft am Karfreitag, um 19 Uhr und am Montag um 18 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert . Scorsese wurde für "Die letzte Versuchung Christi" für einen Oscar nominiert. Er setzt sich in seiner Verfilmung des gleichnamigen Romans von Nikos Kazantzakis mit der Person Jesus von Nazareth, seiner Verkündigung und seinem Kampf bis zur Kreuzigung auseinander. Der Zimmermann Jesus von Nazareth spürt den göttlichen Auftrag, als Gottessohn die Schrift zu erfüllen. Er wandert in die Wüste, widersteht den Versuchungen des Satans, schart Jünger um sich, tritt als Verkünder auf und tut Wunder. Auf sein Drängen hin erfüllt Judas wider Willen seine Mission und verrät seinen Herrn. Jesus wird verurteilt und ans Kreuz genagelt. Hier scheint die Rettung zu erfolgen. Ein blondes Mädchen gibt sich Jesus als Schutzengel zu erkennen.

Es führt Jesus zu Maria Magdalena , jener Prostituierten, die Jesus einst verschmähte. Er gründet mit ihr eine Familie, lebt ein normales Leben, wird alt. Am Sterbebett besuchen ihn die Jünger, darunter der wütende Judas. Jesus erkennt, seine Mission verraten zu haben und entscheidet sich nun bewusst für das Martyrium. Es stellt sich heraus, dass dieses Leben nur ein Traum des Gekreuzigten war - die letzte Versuchung Christi.

Mit seinem Debütfilm "Wer früher stirbt, ist länger tot" schaffte Marcus H. Rosenmüller einen Erfolg, mit dem niemand gerechnet hätte. Jetzt kommt nach "Beste Zeit" und "Beste Gegend" sein neuer Film "Beste Chance" ins Kino. "Beste Chance" läuft am Samstag, 4. April, um 18 und 20 Uhr und am Ostersonntag, 5. April, um 20 Uhr. Es geht von München nach Tandern, einem kleinen Dorf mit Landwirtschaft in Bayern, wo Katie und Jo zu Hause sind, und dann nach Indien . Denn von dort kommt der Hilferuf Jo's. Die alten Freunde haben wenig Lust, ihre fest gefügten Lebenspläne durcheinander zu bringen, um ausgerechnet nach Indien zu fliegen. Und so reagiert niemand richtig forsch auf Katis Appell, Jo zu retten. Außerdem weiß niemand, in welchen Schwierigkeiten Jo steckt, und auch ihr Aufenthaltsort lässt sich nur anhand von Postkarten erahnen.

So fliegt Kati allein nach Indien , bald gefolgt von ihren Vätern, die sich aufmachen, ihre Töchter zu retten. Das führt dann dorthin, wo solche Unternehmen öfter enden sollten: erst in den Slapstick, dann in die Selbstreflexion. Die zwei Väter haben zwar Touristenprobleme, aber selbst in Indien gibt es ausreichend Tandern für sie: Wer Traktor fahren kann, wird hier nicht untergehen...

kinowerkstatt.de