Die „letzte Chance“ für die SGH

Handball-Saarlandligist SGH St. Ingbert will am Sonntag seine vermutlich letzte Chance auf den Klassenerhalt nutzen. Verliert St. Ingbert das Kellerduell bei den HF Illtal II in der Eppelborner Hellberghalle, liegt die SGH in der Tabelle schon vor der Rückrunde beinahe aussichtslos zurück.

Für die Saarlandliga-Handballer der SGH St. Ingbert wird das erste Pflichtspiel im neuen Jahr eventuell bereits das wichtigste. Denn wenn das Schlusslicht aus St. Ingbert in seinem letzten Vorrundenspiel an diesem Sonntag um 18 Uhr in der Eppelborner Hellberghalle gegen die zweite Mannschaft der HF Illtal keinen Sieg einfährt, schrumpfen die Chancen auf den Klassenerhalt auf ein Minimum.

Verliert die SGH gegen den Vorletzten Illtal, müsste sie in den verbleibenden 13 Rückrundenspielen - abhängig vom Ausgang anderer Partien - mindestens fünf Punkte auf den rettenden zwölften Tabellenplatz aufholen. Rechnerisch scheint diese Aufgabe bei dann noch 26 zu vergebenden Punkten zwar nicht unmöglich. Vor dem Hintergrund, dass die SGH im gesamten bisherigen Saisonverlauf überhaupt erst zwei Punkte eingefahren hat, wäre es aber ein regelrechtes Handball-Wunder.

"Wenn wir davon ausgehen, dass die anderen Mannschaften im Tabellenkeller in der Rückrunde auch noch punkten werden, wäre der Rückstand wohl kaum mehr aufzuholen - die Partie gegen Illtal ist unsere letzte Chance", bestätigt St. Ingberts Trainer Martin Schwarz. Und die soll genutzt werden.

Videoanalyse der Spielzüge

Am Dienstag gewann die SGH, die sich seit dem zweiten Januar wieder im Training befindet, ein Testspiel gegen Bezirksligist SG Ommersheim/Aßweiler. Am Donnerstag bat Schwarz seine Mannschaft beim Abschlusstraining dann zum Videostudium des kommenden Gegners. "Wir haben die markantesten Illtaler Spielzüge analysiert und Strategien besprochen, wie wir sie bereits im Ansatz verhindern können", verrät Schwarz.

Mit welchem Personal Illtal, das in der Tabelle einen Punkt vor der SGH liegt, die Partie bestreiten wird, ist allerdings noch unklar. Denn die erste Mannschaft der HFI, Tabellenvierter der RPS-Oberliga, ist am Wochenende spielfrei. "Unser Gegner befindet sich auch im Abstiegskampf. Dass gegen uns einige Spieler aus der Oberliga-Mannschaft auflaufen werden, halte ich für wahrscheinlich", meint Martin Schwarz, der auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Nur Linkshänder Jaroslav Dobrovodsky ist leicht angeschlagen.

"Kompakt stehen, keine Einzelaktionen, technische Fehler vermeiden - und natürlich im Kollektiv füreinander kämpfen", gibt der SGH-Trainer die Marschroute für das Kellerduell aus. Die Spieler sollten sie beherzigen - denn eine letzte Chance kommt meist nur einmal.

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