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Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt drei Kurzfilme

Kinowerkstatt St. Ingbert : Die Kinowerkstatt zeigt drei Kurzfilme

Anlass sind die derzeit laufenden bundesweiten Dokumentarfilmtage, mit denen das Genre gefeiert wird.

Das Bundesfestival junger Film zeigt in Kooperation mit Saarland Medien, dem Saarländischen Filmbüro, der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V. AG Dokumentarfilm und der Kinowerkstatt St. Ingbert am Freitag, 18. September um 20 Uhr in der Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49, eine Auswahl von Dokumentarfilmen aus dem diesjährigen Wettbewerbsprogramm. Das Festivalteam führt durch den Abend. Gezeigt werden drei Kurzfilme: „Haeberli“ von Moritz Müller-Preißer (D 2020/29 Min.) „Überleben“ von Lara Milena Brose und Kilian Armando Friedrich (D 2021/30 Min) sowie „Der übers Meer kam“ von Jonas Riemer (D 2020/11 Min.) Vom 13. bis 19. September finden die zweiten bundesweiten Dokumentarfilmtage unter dem Motto LETsDOK statt, mit denen das Genre Kurzfilm auf vielfältige und lebendige Weise gefeiert wird. Dokumentarfilme zeigen diverse Perspektiven, vielfältige Haltungen und haben einen gesellschaftlichen Auftrag. Dokumentarfilme wollen gesehen werden – auf der großen Leinwand, mit ungeteilter Aufmerksamkeit. Worum gehts in „Haeberli“? Adolf Haeberli hat seit dem Tod seiner Mutter nie wieder aufgeräumt. Er sei schon für Ordnung, doch solle man sich auf das Wesentliche konzentrieren: Täglich verfasst er zwischen Bergen von Zeitungspapier zahllose Briefe auf seiner klappernden Schreibmaschine. Er kämpft gegen den Politapparat der Gemeinde. Dabei dreht sich alles um sein kaputtes Haus, mitten im schicken St. Moritz. Ein Portrait über das Recht auf unordentlichen Eigensinn im Dorf, im Haus und im Kopf.

In „Überleben“ von Lara Milena Brose und Kilian Armando Friedrich steht Leon, der nach Jahren eines körperlich zersetzenden Alltags Leon endlich seine Heroinsucht besiegen will. Sein Ziel: Überleben.Nach einem missglückten Tankstellenüberfall hofft der 25-Jährige in einer Therapieeinrichtung darauf, nochmal ins Leben zu finden. Der unter körperlichen Alterserscheinungen leidende Hans-Joachim hat Angst vor dem Sterben. Sein Ziel: Das ewige Leben. Der 78-jährige Künstler hofft, sich mit Hilfe seiner Tagebücher zu einem Homo Digitalis transformieren zu können.

Der animierte Dokumentarfilm „Der übers Meer kam“ von Jonas Riemer erzählt die Geschichte eines DDR-Flüchtlings, der zum Neu-Rechten wird. In einem Faltboot flieht er über Dänemark bis in die BRD, wo die Erzählung ins Düstere kippt. Seine neu erlangte Freiheit schlägt in Orientierungslosigkeit um. Erst in einer aufkeimenden nationalistischen Bewegung findet die Hauptfigur eine neue Heimat. Der Film stellt die elementare Frage: Woher kommt die Angst vor dem Fremden und der Wunsch nach Abschottung wirklich?

Mehr Informationen auf www.kinowerkstatt.de Dort ist auch das online - Programm zu finden.