Die Biosphäre wirbt braun-weiß

Braun-weiße Unterrichtungstafeln mit einem symbolträchtigen Piktogramm weisen fortan an vier Stellen an der A 6 und A 8 auf das Biosphärenreservat Bliesgau hin. Die touristischen Hinweisschilder, die 50 000 Euro vom Umweltministerium ermöglichten, wurden gestern offiziell vorgestellt.

. Reinhold Jost musste gestern etwas lauter werden. Denn am ehemaligen Rastplatz zwischen Fechingen und St. Ingbert , der für den Pressetermin extra offen stand, rauschte ein Auto nach dem anderen über die A 6 vorbei. Karacho und Krach kamen dem Minister für Umwelt und Verbraucherschutz aber gerade recht. "An dieser Stelle, wo so viele in Saarland rein- und rausfahren, ist genau die richtige Stelle für einen Hinweis auf das benachbarte Biosphärenreservat Bliesgau", meinte Jost. Die Biosphäre stehe für "eine tolle Region, tolle Menschen und eine tolle Idee". Die habe es allemal verdient, jetzt an der Autobahn mit Hinweistafeln ebenso beworben zu werden wie die Völklinger Hütte. Und das rechtfertige auch die 50 000 Euro, die sein Ministerium für ihre Errichtung ausgegeben hat.

Als eine touristisch gute Investition wertete die Hinweistafeln auch Theophil Gallo , der Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbands. Und den Standort hält der Landrat ebenfalls für gut gewählt. "Schon wer die nächste Ausfahrt nimmt, ist über den Staffel ganz schnell im Kerngebiet der Biosphäre Bliesgau." Die Hinweise seien eine wichtige Werbemaßnahme für die Region und ein gutes Zeichen für den Weg, den die Biosphäre nehme, so Gallo. Generell zeigte sich der Verbandsvorsteher optimistisch, dass der Bliesgau dauerhaft Bestandteil des weltweitem Netzwerks der Unesco-Biosphärenreservate bleibe. "Bis 2017 sind die Hausgaben gemacht und ein Haken dran."

Walter Kemkes, der Biosphären-Geschäftsführer, erläuterte unterdessen, was es bei den Hinweisschildern alles zu beachten galt. Ganz korrekt heißen sie touristische Unterrichtungstafeln. Diese sind mit einer Größe von 2,80 auf 4,20 Meter normiert und immer in braun-weiß gehalten. Die neuen Hinweise tragen, wie es bei dem saarländischen Unterrichtungstafeln üblich ist, Schriftzüge in Deutsch und Französisch. Das Piktogramm der neuen Biosphären-Schilder haben mit Elke Birkelbach und Peter Michael Lupp zwei Akteure aus dem Bliesgau entworfen. Ihr stilisiertes Motiv zeigt eine Weltkugel als Verweis auf das Unesco-Biosphären-Netzwerk, zudem einen Storch, einen Schmetterling und einen Apfelbaum als regionale sowie einen Erwachsenen und ein Mädchen als menschliche Symbole.

Vier Biosphären-Hinweise an den Autobahnen rund um den Bliesgau ergänzen das Netz von 39 solcher Tafeln, die im Saarland an Bundes- und Landstraßen stehen. Zwischen zwei solcher Hinweise müssen im Übrigen 1000 Meter liegen. Auch das habe laut Kemkes ihre Standorte beeinflusst. Auf der A 6 stehen die Tafel zwischen Fechingen und St. Ingbert sowie vor der Abfahrt Rohrbach, auf der A 8 einmal vor der Abfahrt Einöd sowie in Gegenrichtung vor Limbach.