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Die besten Vorleser kämpfen um den Lese-Dino

Die besten Vorleser kämpfen um den Lese-Dino

Am vergangenen Freitag wurde in der Stadtbücherei der Regionalentscheid des Lesedino-Vorlesewettbewerbs ausgetragen. Zehn Viertklässler hatten sich dafür qualifiziert. Der Gewinner nimmt im Mai am Landesentscheid teil.

. Die Aufmerksamkeit der Gäste am Freitagnachmittag in der St. Ingberter Stadtbücherei war auf zehn Schüler und 11 Bücher gerichtet. Denn dort fand der Reginalentscheid im Lesedino-Wettbewerb statt, bei dem die Viertklässler jeweils drei Minuten aus einem von ihnen gewählten Buch und dann aus einem von Mitarbeitern der Bibliothek ausgesuchten Text vorlesen mussten. Oder durften, denn die sechs Mädchen und vier Jungs sind alle begeisterte Leser. Und sie lasen sehr gut, auch wenn manchem die Aufregung ins Gesicht geschrieben stand. Lesen normalerweise die Eltern ihren Sprösslingen vor, genossen die erwachsenen Zuhörer, dass es diesmal andersherum war. Ob bei Eltern, Großeltern, Geschwistern, Lehrern oder der Jury, bei manchem durch die Stoppuhr verursachten Abbruch war ein Bedauern augenscheinlich, weil die Geschichte offenblieb.

So ein Wettbewerb regt eben zum Lesen an, auch in den Büchern, die die Wettbewerbsteilnehmer mitgebracht hatten. Kostenlose Werbung von Lesern für Leser sozusagen. "Gelesen habt ihr alle prima", so Karin Mostashiri, Mitarbeiterin der Stadtbücherei und "Herrin" über die Zeitnahme, "ihr könnt schon stolz sein, dass ihr so weit gekommen seid." Die Bibliothekarin nahm den jungen Teilnehmern die Angst des Vorlesens, denn schließlich sei es nicht schlimm, wenn man mal einen Namen falsch ausspricht oder beim Lesen hängen bleibt.

Die fünfköpfige Jury hatte die Qual der Wahl und vergab Punkte zur Lesetechnik und Textgestaltung. Am Ende war Luca Bommer von der Grundschule Limbach der glückliche Gewinner des Lesedino-Regionalentscheids und freute sich nicht nur über einen Büchergutschein, ein Buch und den Plüschdino, sondern auch darauf, dass er im Mai zum Landesentscheid fahren darf. Er überzeugte beim Vorlesen aus seinem eigenen Buch "Der Werwolf und ich" und punktete gleichermaßen bei der "fremden" Geschichte, die aus dem Buch "Die Schule der magischen Tiere" von Margit Auer stammte. Jörg Sämann, der Vertreter des Kultusministeriums und Jurymitglied, sprach von einem ganz besonderen Vorlesewettbewerb, denn in diesem Jahr sei mit 292 Klassen aus 130 teilnehmenden Grundschulen mit 6000 "Leseratten" ein Teilnehmerrekord zu verzeichnen.

Ein Novum sei auch, dass trotz der mehrheitlich beim Wettbewerb lesenden Mädels, in sieben von zehn Regionalentscheiden die Jungs die Nase vor hatten und den Kuscheldino mit nach Hause nehmen konnten.