Diakonie wirbt für Nächstenliebe

Saarpfalz-Kreis. "In der Nächsten Nähe", heißt eine neue Kampage des Diakonischen Werkes Pfalz, zu dem auch Einrichtungen in Homburg und Umgebung gehören. Darauf macht Sabine Jung aus Altstadt aufmerksam. Sie ist im Diakonischen Werk zuständig für die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Saarpfalz-Kreis. "In der Nächsten Nähe", heißt eine neue Kampage des Diakonischen Werkes Pfalz, zu dem auch Einrichtungen in Homburg und Umgebung gehören. Darauf macht Sabine Jung aus Altstadt aufmerksam.Sie ist im Diakonischen Werk zuständig für die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Nach Aussagen des in Limbach lebenden Landespfarrers für Diakonie Albrecht Bähr zeige die neue Plakat-Kampagne, was das Wesen von Diakonie ist - jenseits aller tagespolitischen Bezüge und Diskussionen. Dazu würden Mitarbeitende aus diakonischen Einrichtungen, Diensten, Verbänden und Unternehmen befragt und in ihrem unmittelbaren Arbeitsumfeld fotografiert. Das Diakonische Werk hat seinen Hauptsitz in Speyer.

"Die Mitarbeitenden engagieren sich täglich mit Herz und Tat für andere Menschen", sagte Bähr. Die Mitarbeitenden stehen im Mittelpunkt der Kampagne, ihre Arbeit solle gewürdigt werden.

Die Kampagne gewähre reportageartige Einblicke in Arbeitsfelder der Diakonie. Jung: "Auf den Plakaten werden echte Mitarbeiter gezeigt, betreute Menschen und reale Örtlichkeiten. Teilweise arbeiten die Menschen, die man auf den Plakaten sieht, schon seit Jahren zusammen."

Fotografiert wurden die insgesamt fünf Motive, die auch bundesweit in Anzeigen und auf Plakaten geschaltet werden, von Darius Ramazani aus Berlin in unterschiedlichen Einrichtungen der Diakonie.

Das Diakonische Werk geht zurück auf das Jahr 1926. Damals gab es den Landesverband Pfalz der Inneren Mission. Er wurde gegründet als Zusammenschluss der evangelischen Vereine, Verbände, Anstalten und Werke oder Einrichtungen in der Pfalz, die sich im Sinne der Inneren Mission betätigen. Die Funktion war die eines Spitzenverbandes. Die Rolle im Nationalsozialismus ist weitgehend wissenschaftlich noch nicht aufgearbeitet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand 1945 das Hilfswerk der Pfälzischen Landeskirche, das zur Bekämpfung von Kriegsfolgen eingerichtet wurde. Das Hilfswerk war eine Einrichtung der Landeskirche, allerdings in seiner Geschäftsführung selbstständig. Das Vermögen des Hilfswerkes war Sondervermögen der Landeskirche. Das Hilfswerk betrieb eigene Heime, hauptsächlich für vertriebene und heimatlose Jugendliche. 1968 wurden Innere Mission und Hilfswerk zum Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche der Pfalz vereinigt.

Die bis dahin vom Hilfswerk geführten Heime wurden ausgegliedert. Für sie entstand ein eigener Rechtsträger, nämlich die Heimstiftung der Pfälzischen Landeskirche, heute Evangelische Heimstiftung Pfalz. jkn

Informationen gibt es in Homburg im Haus der Diakonie, in der St.-Michael-Straße 17; unter der Telefonnummer (0 68 41) 17 14 11; Fax: (0 68 41) 17 14 13; E-Mail: Sozial-undLebensberatung.Homburg@diakonie-pfalz.de

diakonie-pfalz.de

Hintergrund

Das Diakonische Werk Pfalz hat rund 10 000 Beschäftigte. Personalintensive Arbeitsfelder der pfälzischen und saarpfälzischen Diakonie sind neben dem Gesundheitswesen mit drei Krankenhäusern mit rund 840 Betten und rund 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Bereich der ambulanten und stationären Altenhilfe.

In den 27 Einrichtungen und Heimen für alte Menschen mit 2600 Plätzen arbeiten rund 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Bereich der Arbeit für Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Behinderungen betreibt die Diakonie in der Pfalz 19 Einrichtungen mit insgesamt 3000 Plätzen und etwa 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Diakonische Werk Pfalz hat die von der Landeskirche übertragene Fachberatung und -aufsicht über den Kindertagesstättenbereich. Es begleitet, berät, qualifiziert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Fort- und Weiterbildungen. In den 239 evangelischen Kindertagesstätten, darunter 16 in der Saarpfalz, arbeiten rund 2000 Beschäftigte. jkn