Der Wahlkampf will nicht enden

Der Abschied vom Wahlkampf fällt manchem schwer. Vor allem Oskar und Heiko. Lafontaines Konterfei lächelte noch in der Woche nach Ostern unverdrossen an einem Laternenpfosten in der St. Ingberter Unterstadt. Maas warb auch drei Wochen nach der Landtagswahl noch auf einer großen Reklametafel in der Blieskasteler Straße, ihn am 25. März doch als neuen Ministerpräsidenten zu wählen

Der Abschied vom Wahlkampf fällt manchem schwer. Vor allem Oskar und Heiko. Lafontaines Konterfei lächelte noch in der Woche nach Ostern unverdrossen an einem Laternenpfosten in der St. Ingberter Unterstadt. Maas warb auch drei Wochen nach der Landtagswahl noch auf einer großen Reklametafel in der Blieskasteler Straße, ihn am 25. März doch als neuen Ministerpräsidenten zu wählen. Die Vergesslichkeit der Parteien ist inzwischen peinlich, aber wohl auch eine Sache für die Stadtverwaltung. Deren Ankündigung, man gewähre Parteien acht bis 14 Tage Karenzzeit fürs Entfernen der Wahlplakate, müssen jetzt Taten folgen.Nicht um Plakate, sondern ums Prinzip ging es hingegen bei einer Verlängerung des Wahlkampfs, den die CDU in Rohrbach angezettelt hat. Deren Vorwurf an die Familien-Partei, keine Wahlhelfer gestellt zu haben, war neben der Erinnerung an die gesetzlich verankerte Bürgerpflicht zum Wahlhelfen und dem Hinweis auf den aufopferungsvollen Einsatz der Volksparteien - ganz wie es sich für Wahlkämpfer gehört - garniert mit dem hämischen Hinweis, der politische Gegner habe wohl nur Lust zum Arbeiten, wenn es ihm persönlich nütze. Die Familien-Partei verteidigte sich mit ebenso grundsätzlichem Gegenfeuer: Wahlhelfer sollten generell nicht von den Parteien, sondern von ungebundenen Ehrenamtlern gestellt werden. Hie wie da sind die Argumente seicht - und hoffentlich bis zum nächsten Wahlkampf vergessen.

Eine ganz andere Wahl wird derweil an diesem Samstag das Frühlingsfest in der St. Ingberter Industriekathedrale bestimmen. Dort wird die erste Bierkönigin gewählt. Womöglich können sich die acht Kandidatinnen den einen oder anderen Wahlkämpfer-Trick abschauen, wenn sie vor einer Jury ihre Natürlichkeit, ihren Charme und ihre Liebe zur Heimat und zum Bier unter Beweis stellen.