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Der Saarpfalz-Kreis ist Modellregion für Forschungsprojekt Familie+

Gesund leben im Saarpfalz-Kreis : Gesund leben lernen in Familie und Schule

Der Saarpfalz-Kreis ist Modellregion für das Forschungsprojekt Familie+. Das Projekt wird gefördert vom Bundes-Gesundheitsministerium.

(red) Für das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises ist Gesundheitsförderung und Prävention, insbesondere im Bereich der Übergewicht-Prävention, ein wichtiges Handlungsfeld zur Gesundheitserhaltung. Übergewicht gehört zu den Vorerkrankungen, die das Risiko eines schwereren Krankheitsverlaufs bei Covid-19 erhöhen. Deshalb kommt der Prävention aktuell eine besondere Bedeutung zu, so die Kreisverwaltung in einer Mitteilung.

In den letzten zehn Jahren wurden im Netzwerk „Saarpfalz mit peb“ (kurz für „Plattform Ernährung und Bewegung“) durch das Zusammenwirken verschiedenster Institutionen und Organisationen gesundheitsförderliche Strukturen gefestigt und ausgebaut sowie eine Vielzahl von Angeboten und Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen umgesetzt. Aufgrund der Übergewichts-Präventionsarbeit wurde der Saarpfalz-Kreis mit der Stadt Leipzig und dem Landkreis Oberhavel im Forschungsprojekt „Familie+“ als bundesweite Modellregion ausgewählt. Mit diesem Projekt wird „Saarpfalz mit peb“ einen Schwerpunkt bei der Verzahnung von Grundschulen und Familien setzen. Wissenschaftliche Studien und nicht zuletzt die Ergebnisse der Schulreihenuntersuchungen zeigen deutlich, dass dort immer noch großer Handlungs- und Präventionsbedarf besteht. Ein Forschungsverbund, bestehend aus den Universitäten Konstanz und Leipzig sowie der TU München, erkundet die Bedingungen, unter denen bei Grundschulkindern und ihren Familien ein gesunder Lebensstil mit mehr Bewegung und ausgewogener Ernährung gefördert werden kann. Die Grundschulen Langenäcker und Bruchhof in Homburg sowie die Grundschule Bexbach nehmen über einen Zeitraum von drei Jahren an dem Forschungsprojekt teil, an dessen Ende die getroffenen Maßnahmen analysiert werden. Untersucht werden zum Beispiel die Häufigkeit gemeinsamer Mahlzeiten, Bewegung und Ernährungsgewohnheiten im Familienalltag und die Schulverpflegung. Eva Schwerdtfeger, Leiterin der Koordinierungsstelle Umwelt und Gesundheit (KUG) und des Netzwerks Saarpfalz mit peb, und Karin Heid-Schuck vom Sozialen Dienst koordinieren seitens des Gesundheitsamtes das Projekt auf Kreisebene und lassen so ihre langjährigen Erfahrungen aus der Präventionsarbeit einfließen. Die genannten Akteure werden eine kommunale Arbeitsgruppe mit den Schulen und weiteren Fachleuten aus der Gesundheitsförderung und Jugendarbeit gründen, um gemeinsam mit den Familien geeignete Angebote für den Familien- und Schulalltag zu entwickeln. Die Forschungseinrichtungen werden mit den Schulen und Familien Interviews führen sowie Fragebögen und Tagebuch-Einträge auswerten.

„Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit den Verantwortlichen an den Grundschulen, den Kindern und deren Eltern Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zu untersuchen, um so zu einem gesunden Lebensstil mit genügend Bewegung und ausgewogener Ernährung zu kommen. Wir dürfen gespannt sein auf die Ergebnisse zum Jahresende 2022“, dankt Landrat Theophil Gallo den Kooperationspartnern, insbesondere den teilnehmenden Grundschulen und Familien.

 Gemeinsam im Kreis der Familie gesund kochen ist ein möglicher Anreiz: Eine angemessene Ernährung schon in früher Kindheit kann späteres Übergewicht vermeiden helfen.
Gemeinsam im Kreis der Familie gesund kochen ist ein möglicher Anreiz: Eine angemessene Ernährung schon in früher Kindheit kann späteres Übergewicht vermeiden helfen. Foto: gms/Techniker Krankenkasse

Das Projekt hat eine Laufzeit von  drei Jahren. Weitere Informationen zu „Familie+“ gibt es beim Gesundheitsamt: Eva Schwerdtfeger, KUG, Tel. (06841) 104-7144, kug@saarpfalz-kreis.de, und Karin Heid-Schuck, Tel. (06841) 104-7242, sozialer-dienst@saarpfalz-kreis.de.