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Der neue Star-Wars-Film beschäftigt den Kolumnisten Alexander Stallmann

Kolumne So kann’s gehen : Rückkehr der Ratlos-Ritter

Seit einigen Tagen läuft der neue Star-Wars-Film in den deutschen Kinos. Und wie jedes Mal, wenn ein neuer Teil der Reihe rauskommt, gibt es in meinem Umfeld die gleichen ratlosen Gesichter.

Ja, die Chronologie ist nicht ganz einfach. Und ja, nicht jeder kann sich die Verwandtschaftsverhältnisse der Figuren merken. Doch viele übertreiben es mit ihrem Unverständnis. Meine Cousine sagte etwa, sie fühle sich bei Star Wars in die Zeiten von Kurvendiskussionen und Bernoulli-Experimenten zurückversetzt, verstehe einfach nur Bahnhof. Viele Stunden meines Lebens habe ich damit verbracht, Unwissenden den Stammbaum der Skywalkers näherzubringen. Habe immer wieder erklärt, dass der erste Teil der Reihe Episode vier ist und der vierte Teil Episode eins. Oftmals hätte ich mir ein Laserschwert gewünscht, um meinen Erklärungen Nachdruck verleihen zu können. Oder den Millenium-Falken, um einfach davonzufliegen. Einmal erdreistete sich mein Gegenüber, meinen Satzbau zu kritisieren, weil ich sagte: „Viel nachdenken du musst“. Um das auszuhalten, braucht man ein dickeres Fell als Chewbacca. Mittlerweile sage ich einfach nur noch: „Gut kämpft gegen Böse, der Rest ist egal.“ Darauf kam neulich sofort die Nachfrage: „Dann kämpft also Anakin Skywalker gegen Darth Vader?“ Ich brauche ’nen Todesstern.