Weihnachtsmarkt Hassel: Der Marktplatz erhält eine neue Chance

Weihnachtsmarkt Hassel : Der Marktplatz erhält eine neue Chance

Der Hasseler Ortsrat will in diesem Jahr eine andere Variante für Stände beim Weihnachtsmarkt testen.

Bereits in den Vorjahren wurde im Hasseler Ortsrat immer wieder der Standort des Weihnachtsmarktes diskutiert. Im Juli 2016 hatte das Gremium allerdings beschlossen, dass der Veranstaltungsort für diesen Markt auch zukünftig vor und im Rathaus sein solle. Aus den Reihen des Ortsrates kam dennoch hin und wieder der erneute Wunsch, den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz anzusiedeln.

„Das wäre eine Vereinfachung, denn dann bräuchte man keine Absperrung mehr“, sagt Karl-Heinz Härdter (SPD), „dann kann man die Häuschen im Rondell anordnen. Das ist gemütlicher.“ Er ließ auch das Argument einiger Hasseler, dass die Aussteller im Rathaus dann das Nachsehen hätten, weil die Leute nicht mehr bis dorthin gehen würden, nicht gelten. Es sei jedem zuzumuten, dorthin zu laufen und jeder wisse, dass das Angebot im Rathaus dazugehöre, so sein Argument. Es sei sogar möglich, dass bei einer Verschiebung der Veranstaltung auf den Marktplatz wieder mehr Vereine mitmachten.

Ortsvorsteher Markus Hauck sah keine Vorteile beim Wechsel des Standortes, denn es gebe eine Kapazitätsgrenze bei den Buden, so dass mit einer Vergrößerung nicht zu rechnen sei. Dem widersprach Albert Zitt (SPD): „Der Weihnachtsmarkt war früher schon einmal auf dem Markt. Da ist eine umlaufende Beleuchtung möglich, was ein ganz anderes Flair gibt. Vielleicht könnte dort noch ein Weihnachtsbaum in die Mitte und eine kleine Bühne. Dort könnte man es rund machen und das Rathaus würde trotzdem frequentiert werden.“ Wenn sich diese Vorstellungen so verwirklichen ließen, „könnte man den Besuchern etwas Schöneres bieten“, meinte Zitt.

Im vergangenen Jahr bereicherte Jens Reitmann (links) den Hasseler Weihnachtsmarkt mit seinen Honigwaffeln. Foto: Cornelia Jung

Auch Andreas Abel (CDU) war der Meinung, dass solch eine Veranstaltung auf den Marktplatz gehöre. „Es würde uns außerdem gut zu Gesicht stehen, wenn der Markt offiziell eröffnet wird“, wünschte sich Christa Strobel (CDU). Im Ortsrat erging also der Beschluss, bereits 2017 den Weihnachtsmarkt in einer sogenannten „Testphase“ wieder auf den Markt zurück zu verlegen. Wegen der Gleichberechtigung sollen allerdings die Stände im Innenbereich mit 30 Euro die gleiche Miete bezahlen wie jene außerhalb des Rathauses.