Das Wildgehege wird vergrößert

Hassel. Der Ortsrat Hassel hat sich am Dienstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, das Wildgehege am Ortsausgang in Richtung Niederwürzbach zu erweitern. Das Areal ist heute etwa 5000 Quadratmeter groß. Das Kreisveterinärsamt forderte für ein Gehege mit fünf ausgewachsenen Damhirschen und -rehen aber in der Vergangenheit ein wesentlich größeres Gelände

Hassel. Der Ortsrat Hassel hat sich am Dienstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, das Wildgehege am Ortsausgang in Richtung Niederwürzbach zu erweitern. Das Areal ist heute etwa 5000 Quadratmeter groß. Das Kreisveterinärsamt forderte für ein Gehege mit fünf ausgewachsenen Damhirschen und -rehen aber in der Vergangenheit ein wesentlich größeres Gelände. Jetzt soll ein neuer Zaun eine Fläche zwischen 6000 und 7000 Quadratmetern schaffen. Das Gehege rückt damit näher an die Landstraße L 111 heran. Zugleich wird im Wildgehege einiges erneuert oder neu gebaut, um den Vorgaben der Behörden gerecht zu werden. So soll es etwa eine neue Futterkrippe und einen Hochsitz erhalten. Das Projekt kostet alles in allem etwa 20 000 Euro. Die Arbeiten werden beginnen, sobald es die Witterung zulässt. Ortsvorsteher Markus Derschang (CDU): "Wir haben eine widerrufliche Erlaubnis für die Erweiterung erhalten bis zum 30. April." Um das Projekt nicht erneut zu gefährden, gelte es nun rasch zu handeln. Ein Angebot für 200 laufende Meter Zaun hat die Verwaltung bereits eingeholt. Er soll 12 560 Euro kosten. Um den Aufbau so günstig wie möglich zu halten, will die Stadt ihre Beschäftigungsgesellschaft GBQ ins Boot holen, erläuterte Gerd Lang, bei der Verwaltung für Umwelt und Biosphäre zuständig. Das Hasseler Wildgehege ist seit Jahren in der Diskussion. Während sich der Ortsrat für seinen Erhalt stark macht, gab es seitens der Kreisbehörde Bedenken hinsichtlich der Größe des Areals und der Zahl der gehaltenen Tiere. Mit der Erlaubnis des Landesamtes für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz zur Erweiterung ist zunächst einmal ein Schlussstrich unter die Geschichte gezogen. Wie Ingo Münzebrock, der im Auftrag des Ortsrates das Gehege betreut, erläuterte, dürfen zukünftig fünf Damhirsche und -rehe und ihr Nachwuchs (maximal acht Jungtiere) in dem Wildpark leben. Steigt die Zahl weiter an, sind die überzähligen Tiere zu schießen. Aus diesem Grund wird der Hochstand gebaut. Münzebrock berichtete im Ortsrat weiter, Holz für einen neuen Unterstand könne er über eine Firmenspende besorgen. Den Hochsitz bezeichnete er als ein ihm "wichtiges Anliegen", um sicher schießen zu können. Mit dem erhöhten Sitz habe der Schütze einen guten Einblick auf das Gelände, zugleich werde durch die steile Schussbahn gewährleistet, dass sich keine Kugelsplitter über die Grenzen des Areals hinausfliegen. Neben dem Wildgehege war der SPD auch der benachbarte alte Spielplatz ein Anliegen. Der Ortsrat beharrt darauf, den Platz für die Kleinen beim Wildgehege zu erhalten und wieder in Stand zu setzen. Karl-Heinz Härdter: "Wir wollen ihn an gleicher Stelle und mit der gleichen Ausstattung." "Die Erlaubnis für die Erweiterung haben wir bis zum 30. April erhalten."OrtsvorsteherMarkus Derschang