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Das wichtige Gefühl des gemeinsamen Schaffens

Das wichtige Gefühl des gemeinsamen Schaffens

Sobald ein Chormitglied außer Rhythmus geraten ist, stimmt die Harmonie nicht mehr: Über die Bedeutung des stimmigen Zusammenklangs informierte ein Seminar des Kreis-Chorverbands St. Ingbert. Es wurde geleitet von Horst Müller und Everard Sigal.

. "Kaana Kameme" - ein Lied aus Namibia. Inhalt:. Eine Tochter verlässt das Haus und ihre Mutter ermahnt sie mit den Worten: Pass gut auf dich auf! "Ihr müsst das betonen, am besten mit dem Fuß stampfen", betont Horst Müller, der neben Everard Sigal ein Rhythmus-Seminar des Kreis-Chorverbands St. Ingbert leitete.

Rhythmus! Tagesrhythmus, Schlafrhythmus, Herzrhythmus oder Arbeitsrhythmus. Täglich ist der Rhythmus ein Begleiter. Beim Kreis-Chorverband St. Ingbert wurde das Thema aufgenommen, um die Bedeutung Rhythmus im Chor, mit Stimme, mit Noten oder in der Gemeinschaft anzugehen.

Gerade im Chor, beim gemeinsamen Gesang, ist der "stimmige Rhythmus" besonders wichtig. Sobald ein Chormitglied außer Rhythmus ist, stimmt die Harmonie, das Klangbild nicht mehr. "Die Toleranz beim falschen Rhythmus ist zwar hoch angesetzt, jedoch sehr störend für unser Ohr und die der Zuhörer", sagt Everard Sigal. Er erklärte, was Rhythmus und Takt ausmachen. Woran man ihn erkennen kann und wo "Gefahren" lauern. Praktisches Beispiel waren farbig sortierte Plastikrohre, so genannte Boomwhackers, die verschiedene Töne erzeugten, wenn die Teilnehmer sie aufs Knie oder die Hand schlugen. Nach einer kurzen Übungsphase dirigierte Sigal die Teilnehmer mit ihren verschiedenen Farbrohren und schon ergab sich eine bekannte Melodie. Die Begeisterung war groß und sogleich kam die Forderung nach einer weiteren Übung.

Horst Müller brachte rhythmisch unterschiedliche Lieder mit: Kaana Kameme, Cantar Cantar und The Candy Man. Die Lieder waren schnell einstudiert und es wurde auch, zu aller Erstaunen, auswendig gesungen. Schnell war die Sicherheit des Textes da, so dass Müller die Sängerinnen und Sänger dazu brachte, sich im Raum zu bewegen. Zuerst tauschen Tenor und Sopran die Plätze danach Bass und Alt und immer wurde dabei weiter gesungen. Wie hier entstand im dem Seminar stets das Gefühl des gemeinsamen Schaffens, der Einigkeit und des Einklangs. Auch das begeisterte die Teilnehmer wie auch ihre Seminarleiter.