Das Warten auf ein neues Domizil

Herbitzheim. Das Gebäude ist marode, und so wartet die Herbitzheimer Feuerwehr dringend auf ein neues Domizil. Bei der Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Gerätehauses sprach Löschbezirksführer Andreas Wesely von Bestrebungen, mit der Rubenheimer Wehr zu kooperieren

Herbitzheim. Das Gebäude ist marode, und so wartet die Herbitzheimer Feuerwehr dringend auf ein neues Domizil. Bei der Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Gerätehauses sprach Löschbezirksführer Andreas Wesely von Bestrebungen, mit der Rubenheimer Wehr zu kooperieren. Bürgermeister Alexander Rubeck begrüßte den Wunsch nach engerer Zusammenarbeit und kündigte an, dass gemeinsam mit den beiden Organisationen eine Unterbringungsmöglichkeit gesucht werde. Wesely erwähnte auch, dass die Wehr im letzten Jahr zu vier Einsätzen ausrücken musste, dass 18 Übungen stattgefunden hatten, dass gemeinsam mit dem Löschbezirk Reinheim an der Ausbildung innerhalb des ABC-Zuges gearbeitet und dass in einer Gemeinschaftsaktion der Löschbezirke Bliesdalheim, Herbitzheim und Rubenheim ein dreitägiges Ausbildungszeltlager am Rubenheimer Rohrentalweiher stattgefunden habe. Sehr erfolgreich sei der zweitägige Tag der offenen Tür gewesen.Für das laufende Jahr kündigte Wesely die Teilnahme von Wehrangehörigen an den gemeindlichen Lehrgängen an. Auch werde wieder ein Kameradschaftsabend durchgeführt. Marco Scherer, stellvertretender Löschbezirksführer, bemerkte, dass nach dem Besuch der Atemschutzstrecke in St. Ingbert wieder mehr Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stünden, so die Einsatzfähigkeit der 27 Mitglieder zählenden Wehr erhöht werde. Eine gute Kassenlage konnte "Finanzchef" Ralf Rebmann vermelden.

Da sich die Zahl der Mitglieder drastisch reduziert habe, so Jugendwart Florian Sperling, arbeite man intensiv mit der Nachbarwehr Bliesdalheim zusammen. Gemeindejugendzeltlager, Picobello-Aktion sowie das Blumengießen auf der Bliesbrücke, gehörten zu den Aktivitäten der Jugendwehr, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern könne. Rubeck kündigte die Einführung des digitalen Funks ebenso an wie die Forderung, sich intensiv um Nachwuchs zu bemühen. Nur mit ständiger Blutauffrischung könne auf Dauer die Einsatzfähigkeit einer Dorfwehr aufrecht erhalten werden.

Wehrführer Stefan Lugenbiel ergänzte, dass schon jetzt die Tagesalarmbereitschaft oftmals ein Problem darstelle, dass aber auch die Ausbildung mit gemeinsamen Übungen auf Zugebene intensiviert werden müsse. Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner stellte eine Beschaffungsgemeinschaft innerhalb des Saarpfalz-Kreises in Aussicht. Auch werde an einem kreisweiten Bedarfsplan für die Feuerwehren gearbeitet. Der stellvertretende Ortsvorsteher Michael Degott lobte das Engagement der Feuerwehr innerhalb der Dorfgemeinschaft und versicherte, dass man seitens des Ortsrates die Entwicklung beim Neubau eines Feuerwehrgerätehauses positiv und engagiert begleiten werde. ott

Auf einen Blick

Dienstzeiturkunden erhielten Florian Sperling (15 Jahre), Klaus Wesely und Rudi Wachall (jeweils 45 Jahre). In die aktive Wehr wurden aus der Jugendwehr Hendrik Fuchs und Tim Schumacher sowie als "Quereinsteigerin" Christine Helmer aufgenommen, während Till Fuchs, der trotz seiner Behinderung seit Jahren in der Jugendwehr dabei ist, in die Wehr übernommen werde und fortan zur Altersabteilung gehört. Beförderungsurkunden erhielten Christian Helmer (Feuerwehrmann), Florian Sperling (Oberlöschmeister), Jonas Klein und Felix Karl (beide Oberfeuerwehrmann), Herbert Fegert, Marco Scherer und Andreas Wesely (alle drei Oberbrandmeister). ott

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