„Das war ein dreckiger Sieg“

Der FC Homburg hat am Samstag in der Regionalliga einen glücklichen 2:0-Heimsieg gegen Neckarelz gefeiert. Dabei waren die Gäste die bessere Mannschaft und hatten deutlich mehr Torchancen. Dafür hatten die Homburger mit Edin Sancaktar einen starken Torwart.

Dass der FC Homburg im Fußball-Regionalligaspiel gegen die SpVgg. Neckarelz vor 630 Zuschauern im heimischen Waldstadion am Samstag mit 2:0 als Sieger vom Platz gegangen ist, verdankten die Grün-Weißen drei Dingen. In erster Linie ihrem Torwart, dann der Abschlussschwäche der Gäste und einem frühen Spielerwechsel. "Wir wussten, was auf dem Spiel steht, deshalb haben wir am Anfang vielleicht etwas Nerven gezeigt. Da war für Neckarelz mehr drin", räumte FCH-Spieler Christian Beisel anschließend ein.

Alban Ramaj brachte es auf den Punkt: "Das war ein umkämpfter, dreckiger Sieg." Der FCH hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn die Gäste nach einer halben Stunde mit zwei oder mehr Toren in Führung gelegen hätten. Doch Neckarelz scheiterte bei seinen zahlreichen Chancen an der eigenen Ungenauigkeit oder am bestens aufgelegten Homburger Schlussmann Edin Sancaktar. "Das war heute ein Sieg für Edin", lobte Beisel den Torwart, der sich selbst bescheiden gab: "Ich tue hinten nur meinen Job. Es freut mich, dass das heute gut geklappt hat."

Bis zur 35. Minute lief bei den Saarländern kaum etwas zusammen. Dann reagierte FCH-Trainer Christian Titz, nahm seinen völlig indisponierten Kapitän André Kilian vom Platz und brachte Stürmer Alban Ramaj nach fünfwöchiger Verletzungspause erstmals wieder in einem Ligaspiel. Nur fünf Minuten später machte sich der Wechsel bereits bezahlt, als Ramaj die erste gute Kombination zum 1:0 für den FCH abschloss.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit vollzog Titz mit der Hereinnahme von Rechtsverteidiger Martin Kramer für Lutz Radojewski den zweiten erfolgreichen Wechsel. Beisel, der bis dahin rechts verteidigte, rückte nach vorne, wo er zusammen mit Klinger im zentralen Mittelfeld eine gute Partie bot. "Homburg hat Spieler gesucht, die flexibel sind. Das bin ich", sagte Beisel, der bisher auf allen Positionen gefallen konnte.

"Das Tor war wie vernagelt"

Trotz weiterer sehr guter Torchancen - in der Mehrzahl für Neckarelz - hielt die knappe Führung bis zur Nachspielzeit der zweiten Halbzeit. Dann erst löste Yannick Tewelde mit seinem Treffer zum 2:0 die deutlich spürbare Anspannung bei Mannschaft, Trainer und Zuschauern. Gäste-Trainer Peter Hogen attestierte seinem Team trotz der Niederlage zu Recht "eine hervorragende Leistung. Aber heute war das Tor für uns wie vernagelt".

Titz räumte ein, dass Neckarelz "die bessere Mannschaft" war und "mehr Möglichkeiten hatte", lobte seine Spieler aber dafür, "als Mannschaft gekämpft" zu haben.

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