Das richtige Holz vor der Hütte

Mit Holz heizen, das ist für viele Menschen heute wieder eine Alternative. Dabei gilt es aber einiges zu beachten. Der St. Ingberter Förster Michael Weber hat einige Tipps, wie mit dem Holzkauf zu verfahren ist. Saarforst verkauft dabei selbst. 4000 Festmeter Holz im Jahr alleine in Webers Revier.

Gemütlich knistert es im Kamin. Wohlige Wärme durchströmt den Raum. Immer mehr private Haushalte heizen mit Holz und holen sich mit dem Kamin oder dem Kaminofen ein Stückchen Behaglichkeit ins Wohnzimmer. Aber nicht nur das: "Die Bürger können damit natürlich auch enorm Heizkosten sparen", sagt der für St. Ingbert zuständige Förster Michael Weber bei einem Besuch in der Redaktion.

Wer Holz über den Saarforst beziehen möchte, kann sich an den zuständigen Förster wenden. "Gemeinsam mit den Kunden fahre ich in den Wald, dort können sie sich ihr Holz aussuchen", so der Förster. Dabei handelt es sich um gerücktes Holz . Heißt, Unternehmer, die mit dem Saarforst zusammenarbeiten, rücken die gefällten Holzstämme an den Wegesrand und die Kunden können diese dort in gut transportierbare Stücke sägen, in einem Anhänger nach Hause transportieren, um das Holz dort zu spalten und zu lagern. Allerdings, darauf weist Weber hin, muss der Kunde einen Motorsägen-Führerschein haben. Zudem muss er Schutzkleidung tragen (Helm, Schuhe und Hose) und es muss immer jemand zweites dabei sein. Auch biologisch abbaubare Treib- und Schmiermittel sind vorgeschrieben.

Soweit die Vorschriften. Bezahlen kann der Käufer sein Holz im Wald mit EC-Karte. Der Förster stellt einen Brennholzschein aus und schon kann es losgehen. "Innerhalb von zwei bis drei Monaten sollte das Holz abgefahren werden", so Weber.

Wer sein Holz fix und fertig gespalten nach Hause geliefert haben möchte, kann sich an einen regionalen Unternehmer wenden. Auch der Saarforst beliefert seine Kunden mit Holz , allerdings nur mit ganzen Stämmen, so dass im heimischen Garten noch Hand angelegt werden muss.

Früher hat der Saarforst seinen Kunden auch Holz aus dem Bestand angeboten. Das bedeutet, der Abnehmer ist weg vom Wegesrand in den Wald und hat sein dort markiertes Holz abtransportiert. Das ist laut Weber allerdings bei der heutigen Nachfrage an Brennholz für die Forstleute zu viel Arbeit, auch wenn es für den Kunden ein bisschen günstiger war. Sie mussten im Bestand die Stämme markieren und für den Kunden bereithalten. Für das gerückte Holz zahlte der Kunde bisher 37 Euro für den Raummeter. Seit 1. Oktober sind es 39 Euro.

Förster Weber weist darauf hin, dass Bürger, die das Holz fertig gespalten über einen Unternehmer beziehen, die Maßeinheiten kennen müssen. Ein Raummeter ist deutlich mehr als ein Schüttmeter. Ein Festmeter wiederum mehr als ein Raummeter. Auch spricht der Fachmann darüber, dass das allseits als Brennholz beliebte Buchenholz ein Jahr gelagert sein sollte, bevor es verbrannt wird. Wer also selbst Holz macht, sollte es mindestens ein Jahr lang lagern (bei einer Eiche 1,5 bis zwei Jahre). Wer das Brennholz fertig über einen Unternehmer bezieht, sollte sicherstellen, getrocknetes Holz zu kaufen, sofern es direkt verbrannt werden soll. Fachleute sagen, dass die Restfeuchte des Holzes 20 Prozent nicht übersteigen darf. Um so trockener das Holz , umso besser.

In seinem Revier verkaufen Förster Weber und sein Team ungefährt 4000 Festmeter Holz im Jahr. "Damit machen wir zirka 150 000 Euro Umsatz", so der Förster.

saarforst.de