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Das Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert vom 26. bis 29. April

Kinowerkstatt : Über die zauberhafte Mary Poppins

Gleich zwei Filme in der Kinowerkstatt St. Ingbert haben das weltberühmte Kindermädchen zum Thema.

Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt am Freitag, 26. April, um 19 Uhr den Film „Sternstunde ihres Lebens“ (Deutschland 2013/2014) von Erica von Moeller mit Iris Berben, Anna Maria Mühe, Lena Stolze, Walter Sittler und Max von Thun. Anlass sind zwei wichtige Ereignisse, die sich 2019 jähren und Grundvoraussetzung für die Gleichberechtigung der Frau und ihrer Anteilnahme am politischen Geschehen in unserer Gesellschaft sind: 100 Jahre Frauenwahlrecht und 70 Jahre Grundgesetz. „Sternstunde ihres Lebens“ vermittelt einen lebendigen Eindruck vom Kampf der Politikerin Elisabeth Selbert und ist ein filmisches Denkmal für die Politikerin, die 1948 für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen gekämpft hat: Hartnäckig wurde 1948 darum gerungen, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Grundgesetz zu verankern; gegen alle Widerstände setzte sich die Juristin Elisabeth Selbert mit ihrer Forderung durch. Selbert erlebt einen grandiosen Triumph, als ihr Antrag im neuen Grundgesetz unter Artikel 3, Absatz 2 aufgenommen wird. Sie legt damit den Grundstein für eine nunmehr 70-jährige politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung zum Thema Gleichberechtigung. Vor dem Film hält die Richterin am Bundesverfassungsgericht Frau Monika Herrmanns einen Vortrag zum Thema „70 Jahre Grundgesetz“, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Gleichheitssatz des Artikel 3 des Grundgesetzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, und gibt eine kurze Einführung in den Film „Sternstunde ihres Lebens“.

„Saving Mr. Banks“ (USA 2013) von John Lee Hancock mit Emma Thompson, Tom Hanks, Colin Farell, Ruth Wilson, Paul Giamatti, Bradley Whitford, Jason Schwartzman, B. J. Novak erzählt die Entstehungsgeschichte von „Mary Poppins“. Der Film ist weiter zu sehen, am Samstag, 27. April, und am Sonntag, 28. April, jeweils um 20 Uhr. Emma Thompson spielt die Schriftstellerin Pamela Lynwood Travers, jene gebürtige Australierin, die der Welt „Mary Poppins“ schenkte, das Kindermädchen, das an einem Regenschirm vom Himmel geschwebt kommt. Bereits 1940 hatte Walt Disney seinen Töchtern die Verfilmung des Romans „Mary Poppins“ von P. L. Travers versprochen. Nachdem er 20 Jahre lang versucht hatte, die Filmrechte zu bekommen, kann der Agent der Autorin sie schließlich wegen ihrer finanziellen Schwierigkeiten, dazu überreden, es doch wenigstens zu versuchen. So reist P. L. Travers widerwillig im Jahr 1961 nach Los Angeles, denn sie sieht in Walt Disney nur einen Produzenten von Trickfilmen, die sie verabscheut.

In der Reihe „Klassiker der Filmgeschichte“ zeigt die Kinowerkstatt in restaurierter Fassung Klaus Kinski in Werner Herzogs wohl berühmtstenen Film „Aguirre der Zorn Gottes“(1972) am Montag, 29. April, um 20 Uhr. Ein Zuschauer: „Beeindruckende Landschaftsaufnahmen, spannende Handlung, fulminate Schauspielleistung und nicht zuletzt eine starke Atmosphäre machen diesen Film zu einen Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Klaus Kinski als Aguirre ist so Überzeugend, dass man Angst kriegt, der ganze Film ist so großartig, wie man es von Werner Herzog gewohnt ist.“ Die Produktion des Films war ebenso von Abenteuer und Katastrophen geprägt wie sein Inhalt: Produktionsbedingungen unter Lebensgefahr, 350 aus einem Flugzeug geraubte Affen als Statisten und ein Klaus Kinski, der von Regisseur Werner Herzog unter Waffengewalt vor die Kamera gezwungen werden musste.

Im Kinder- und Familienkino der Kinowerkstatt läuft am Sonntag, 28. April, um 16 Uhr „Mary Poppins Rückkkehr“ (USA 2018), Regie: Rob Marshall, mit Emily Blunt, Ben Whishaw, Pixie Davies, Joel Dawson, Nathanael Saleh, Lin-Manuel Miranda, Emily Mortimer, Julie Walters, Colin Firth, Meryl Streep, Angela Lansbury und Dick Van Dyke.

Wieder einmal eine Pararolle für diesen großartigen Schauspieler: Tom Hanks als Walt Disney. Foto: Francois Duhamel

www.kinowerkstatt.de