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Das Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert vom 22. bis 26. Oktober

Kinowerkstatt St. Ingbert : Satire, Musikgeschichte und große Gefühle

Viel Abwechslung bietet das Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert vom 22. bis 26. Oktober: Charlie Chaplin, John Lennon, eine französische Komödie und ein Musical.

In Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Saarpfalz zeigt die Kinowerktatt St. Ingbert am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr die französische Komödie „Das Beste kommt noch“ (Frankreich 2019) von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte mit Fabrice Luchini, Patrick Bruel. Arthur (Fabrice Luchini) und Cesar (Patrick Bruel) könnten unterschiedlicher nicht sein, sind jedoch bereits seit Kindheitstagen die besten Freunde. Als Cesar bei einer Routineuntersuchung im Krankenhaus seine Versichertenkarte vergisst, nutzt er prompt die seines besten Freundes und erhält die (für ihn falsche) Diagnose, nur noch drei Monate zu leben. Das große Missverständnis als Anlass beginnt für die beiden Freunde ein Leben, in denen sie verpasste Chancen nachholen und eine Reise in die Vergangenheit vollziehen. Sie wollen die verbleibende Zeit bestmöglich miteinander verbringen und genießen die kleinen Freuden des Lebens. Getreu dem Motto: Das Beste kommt noch.

Vor 80 Jahren kam Charles Chaplins „Der große Diktator“ in die Kinos: Die Uraufführung fand am 15. Oktober 1940 statt. Die Kinowerkstatt zeigt Chaplins Meisterwerk mit fünf Oscar-Nominierungen am Samstag, 24. Oktober, am Sonntag, 25. Oktober, jeweils um 18 Uhr in der deutschen Fassung und am Montag, 26. Oktober, um 20 Uhr in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. In „Der große Diktator“ parodiert Charlie Chaplin seinen Bart-Zwilling Adolf Hitler, indem er ihn in eine Verwechslungskomödie mit einem jüdischen Friseur verwickelt. Das Filmprojekt sollte erst gekippt werden, da Diplomaten und Hollywood fürchteten, Hitler und das deutsche Publikum zu verärgern. Doch am Ende wurde der „Der große Diktator“ allen Widerständen zum Trotz vollendet. Charlie Chaplin selbst erklärte Jahre später: „Hätte ich von den Schrecken in den deutschen Konzentrationslagern gewusst, ich hätte mich über den mörderischen Wahnsinn der Nazis nicht lustig machen können.“

Noch einmal, am Samstag, 25. Oktober, um 20 Uhr, läuft John Lennons sehenswertes künstlerisches Selbstporträt „Imagine – by John Lennon“. John Lennon wurde vor 40 Jahren ermordet, in diesem Jahr, am 9. Oktober, wäre er 80 Jahre alt geworden. Mit seinem Album „Imagine“ schrieb John Lennon Musikgeschichte. Der gleichnamige Dokumentarfilm von 1972 begleitet das Künstlerpaar John Lennon und Yoko Ono bei der musikalischen und visuellen Umsetzung der Songs. Die filmische Collage, die eigens von dem Künstlerpaar produziert wurde, liefert für jeden Song eine individuelle visuelle Umsetzung. Mit zahlreichen Gaststars, darunter George Harrison, Fred Astaire, Andy Warhol, Dick Cavett und Jack Palance, präsentiert der Film eine Welt der Imagination, die so reich und bewegend ist wie die Musik, die sie begleitet.

Im Anschluss um 21.15 Uhr läuft „Imagine – John Lennon“, ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 1988 von Andrew Solt mit John Lennon, Yoko Ono und Paul McCartney - ein einfühlsames Porträt John Lennons, das hauptsächlich auf Interviews mit ihm und Yoko Ono sowie Archivaufnahmen basiert. Daneben kamen auch seine beiden Söhne und einige andere Leute aus seinem näheren Umfeld zu Wort. Es ist die Biographie und das spannende Porträt über einen der kreativsten Köpfe des 20. Jahrhunderts, entstanden aus über 200 Stunden Filmmaterial aus dem privaten Archiv John Lennons: Bilder, die die Öffentlichkeit nie gesehen hat, zeigen das Phänomen John Lennon wie er wirklich war: seine Kindheit, die Anfänge seiner Musik, die Beatles. John als Vater und als verliebter und liebender Ehemann von Yoko Ono – und seinen Tod. Zu hören sind 36 Songs von den Beatles und Lennon.

Am Montag, 26. Oktober, um 18 Uhr steht das Filmmusical „Funny Face“ von Stanley Donen aus dem Jahr 1957 noch einmal auf dem Programm. Hauptdarsteller: Fred Astaire und Audrey Hepburn. Kurator der Filmreihe ist Professor Klaus Huckert, Jazzmusiker und Vorstandsmitglied der Kinowerkstatt.

Charlie Chaplin in seinen zwei großen Rollen: In „Der große Diktator“ spielt er den kleinen Barbier, der verfolgt wird (hier mit Paulette Goddard) und den großen Führer Adenoid Hynkel, der ihn verfolgen lässt. Foto: Tobis-Filmkunst

www.kinowerkstatt.de