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Das Jubiläum war ein Gemeinschaftserlebnis

Das Jubiläum war ein Gemeinschaftserlebnis

Zum Jubiläum der St. Ingberter Feuerwehr hat es eine Reihe von Veranstaltungen gegeben. Höhepunkt war der große Zapfenstreich am Sonntagabend. Die Organisatoren der Feierlichkeiten ziehen eine positive Bilanz.

. Mit dem großen Zapfenstreich am Sonntagabend gingen die Veranstaltungen zum 150. Geburtstag der Feuerwehr St. Ingbert zu Ende. Ein besonders emotionaler Schlusspunkt, der musikalisch von der Bergkapelle und dem Spielmannszugs der Feuerwehr Elversberg getragen wurde. Die Gespräche der Gäste waren verstummt, nur feierliche Musik und Fackelschein bestimmten diese Minuten in der Dunkelheit. Auch die Anwesenden, unter ihnen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Landrat Clemens Lindemann, konnten sich diesem Moment nicht entziehen, der durch das Spielen und Singen der Nationalhymne seinen Höhepunkt erreichte. 150 Jahre St. Ingberter Feuerwehr fanden so einen würdigen Abschluss.

Doch wie erlebten die Kameraden die vergangenen Wochen? Wie zufrieden ist man mit dem Ablauf des Jubiläums? "Wir sind mehr als zufrieden", lautet die Antwort von Löschbezirksführer Wolfram Zintel und Hauptbrandmeister Manfred Abmeier. Noch vor einem Jahr hätte Zintel Magendrücken gehabt, denn es sei schwer, die Leute zu motivieren. Das betrifft die Feuerwehrkameraden, die einen Großteil zusätzlich anfallender Arbeiten und Dienste neben ihrem normalen "Job" und dem Ehrenamt zu erledigen hatten, aber auch Besucher, mit denen so ein Jubiläum steht und fällt. "Für die Büddenbacher am Samstagabend hatten wir vorher 90 Karten verkauft. Bis zum Auftritt war ich unruhig, ob wir das Haus vollkriegen", so Abmeier. Zufriedene Gesichter allerdings am Abend der Veranstaltung, als das Feuerwehrgerätehaus zwar nicht restlos ausverkauft, aber sehr gut gefüllt war. "Wir möchten uns vor allem bei der Bevölkerung bedanken, dass sie so zahlreich an unseren Veranstaltungen teilgenommen hat. Wir waren überrascht vom Zuspruch", sind die Feuerwehrmänner dankbar für die rege Beteiligung, die das Ereignis zu einem Erfolg werden ließ. Allein bei der Großübung auf dem Markt seien geschätzte 400 Besucher gewesen. Im Nachgang hätte man nur positive Stimmen gehört.

Der Dank der Feuerwehrkameraden geht aber auch an die Stadt, befreundete Wehren und Institutionen sowie in besonderem Maße an die Vereine, die der St. Ingberter Feuerwehr kräftig unter die Arme griffen. Die Bergkapelle spielte kostenlos, aber keineswegs umsonst, dafür helfen die Kameraden mit der Brandwache bei deren Veranstaltungen. Die Elversberger Wehr half beim Ausgeben der Erbsensuppe, das THW unter anderem mit der Beleuchtung - das Jubiläum als Gemeinschaftserlebnis. Für die Festivitäten gab es übrigens kein Extrabudget. "Wir haben das mit Spenden, Eigenleistung und Verkauf finanziert. In vier Wochen wissen wir, ob es wirtschaftlich war", so Abmeier am Sonntagabend.