„Das ist mir ziemlich Latte“

Im Derby der Fußball-Regionalliga Südwest tritt der FC Homburg am Ostersamstag in Zweibrücken an. Dort sind viele Spieler mit FCH-Vergangenheit aktiv. Interimstrainer Sebastian Stache reagiert derweil auf eine bestimmte Frage gereizt.

In der Fußball-Regionalliga Südwest geht für den FC Homburg nicht mehr um viel. Der Abstand des Tabellenachten auf die Relegations- oder auch auf die Abstiegsplätze beträgt 15 Punkte. Angesichts der zuletzt mageren Ergebnisse wäre ein Sieg im Derby beim SVN Zweibrücken am Ostersamstag um 14 Uhr dennoch wichtig - und nicht nur für die FCH-Fans. "Für mich ist das ein besonderes Spiel. Zweibrücken ist meine Heimat. Ich habe schon in der Jugend und ein halbes Jahr bei den Aktiven dort gespielt. Da geht es für mich auch um die Ehre", sagt Dennis Gerlinger, der seit 2011 für den FCH auf Torejagd geht.

Der SVN hat mit Cedric Mimbala, Irvin Parra, Thorsten Hodel, Andreas Backmann, Peter Müller und Trainer Peter Rubeck sechs Akteure mit Homburger Vergangenheit in seinen Reihen. "Dass man gegen den FC Homburg noch lieber als sonst drei Punkte holt, ist klar", meint auch Rubeck. Im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen Kickers Offenbach hat FCH-Interimstrainer Sebastian Stache dabei wieder größeren personellen Spielraum. Claudio Bellanave kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. Emil Noll hat seine Grippe überstanden und wird am Samstag ebenfalls einsatzbereit sein. Der seit einem Jahr verletzte Oscar Mbele Mombo steht wieder im Mannschaftstraining, wird im Westpfalzstadion aber wohl noch nicht zum Kader gehören.

Dündar und Ramaj verletzt

Schlechte Nachrichten gibt es dagegen von Ugur Dündar und Alban Ramaj. Der gegen den SVN ohnehin rotgesperrte Dündar hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und wird mehrere Wochen fehlen. Bei Ramaj steht zu befürchten, dass er erneut an der Leiste operiert werden muss. Erst im Januar hatte der Stürmer einen Eingriff an gleicher Stelle vornehmen lassen.

Dass einige Beobachter die schwache zweite Halbzeit gegen die Kickers einem vermeintlich schlechten Fitnesszustand der Mannschaft zuschreiben, widerspricht Stache. "Wir hatten auch einige angeschlagene Spieler dabei", sagt der 34-Jährige und nennt Mario Klinger und Carsten Lutz als Beispiele. Auch Dennis Gerlinger sieht kein Konditionsproblem bei den Spielern: "Wir haben gegen Offenbach in der zweiten Halbzeit einfach nicht mehr unseren Fußball gespielt." Auf Kritik aus dem Umfeld an vermeintlich zu wenig Trainingseinheiten reagiert Sebastian Stache genervt. "Das wundert einige, aber das ist mir ziemlich Latte." Angesichts von zuletzt vier englischen Wochen am Stück sagt er zu den drei freien Tagen nach dem Offenbach-Spiel: "Wir hatten viele Spieler, die auf dem Zahnfleisch gekrochen sind."