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Leserbrief: Das hat die GBQ nicht verdient

Leserbrief : Das hat die GBQ nicht verdient

Infos zum Haushalt

Ein städtischer Arbeiter, der die teils nervenbelastende, aufopfernde Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Gesellschaft für Beschäftigung und Qualifizierung“ (GbQ) aus nächster Nähe beurteilen kann, sagte mir: „Es ist nur noch erbärmlich die GbQ in einem Atemzug mit der hohen Kreisumlage als Mitverantwortliche des Haushaltsdefizites zu nennen!“ Der größte Teil der Kosten wird ohnehin vom Land getragen. Und für erheblich weniger Lohn und Gehalt, ohne Tarifbindung, oft immer wieder befristet, leisten diese qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gute, wertvolle Arbeit in Projekten der Flüchtlingshilfe, der Nachmittagsbetreuung an unseren Schulen (mit immer mehr Kindern!), in der immer aufwendigeren Verwaltung und in der Arbeit mit bedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Übrigens, auch die Kunstszene in St. Ingbert wäre ohne die GbQ ein Stück weit ärmer!

Herr Schetting hat in einem Punkt zweifelsfrei Recht: Einige Stadträte haben sich in der letzten Sitzung nur noch peinlich und abgehoben verhalten, ihre Fragwürdigkeit schadet der Demokratie. Für zumindest ebenso schädlich halte ich jedoch den Hinweis, nur noch in die Zukunft zu schauen, ganz nach dem Motto „Augen zu und durch“. Der kritische Blick in die Vergangenheit ist wichtig für den Meinungsbildungsprozess und zukünftige Wahlentscheidungen. Es wäre fatal, frühere (Fehl)Entscheidungen des Stadtrates ausblenden zu wollen. 480 000 Euro Belastung zum Nachteil der St. Ingberter einfach mal so hinter sich lassen und zur Seite schieben? Ich werde das bei der nächsten Wahl nicht vergessen haben und danke den wenigen Stadträten, die – immer noch sachlich bleibend – auf solche Fehler der Vergangenheit hinweisen.