Das Familienzentrum soll im alten Arbeitsamt einziehen

Das Familienzentrum soll im alten Arbeitsamt einziehen

Standort für das in St. Ingbert geplante Familienzentrum soll das alte Arbeitsamt werden. Darin sind sich Kreis und Stadt offenbar einig. Etliche konkrete Fragen zu dem Projekt sind allerdings noch offen. Etwa bei dem Gebäude erforderlichen Anbau oder der Parkplatzsituation in der Spitalstraße.

. Stadt und Saarpfalz-Kreis wollen das derzeit leerstehende ehemaligen Bildungs- und Tagungszentrum der Arbeitsagentur in der Spitalstraße für das in St. Ingbert geplante Familienzentrum nutzen. Das hat Oberbürgermeister Hans Wagner in der jüngsten Stadtratssitzung gesagt. Das alte Arbeitsamt, das zum Verkauf steht, hatte die SPD ins Spiel gebracht, nachdem sich die Finanzierung der für das Familienzentrum ursprünglich ins Auge gefasste Neubau als zu teuer erwies. Alleine der Aufbau des dortigen Baufeldes hätte 1,3 Millionen Euro kosten sollen, und damit mehr als die eine Million Euro, mit denen das Land das interkommunale Projekt fördern will. Wie die Stadtverwaltung erläuterte, sei dem Kreis dieser alternative Standort in der Innenstadt auch deshalb sympathisch, weil Umbauten oft günstiger als Neubauten sind.

Dass ein solcher Umbau bei dem Gebäude in der Spitalstraße möglich ist, hat laut Stadt Anfang September ein Ortstermin mit Vertretern des Kreises ergeben. Im alten Arbeitsamt sei es grundsätzlich möglich, sowohl die Räume des Familienzentrums als auch einige Büros der Stadt unterzubringen. Das habe die Stadtverwaltung bei der Ortstermin nachweisen können. Allerdings sei noch ein Erweiterungsbau nötig, um alle geplanten Einrichtungen in der Spitalstraße zu beheimaten. Wie dieser Anbau aussehen kann, werde ebenso die genaue Raumplanung des Familienzentrums derzeit im Landratsamt erarbeitet.

Eine weitere offene Frage seien die Parkplätze für das Vorhaben, die momentan am alten Arbeitsamt noch fehlten. Hier unterbreitete die Familien-Partei in der Stadtratssitzung einen Vorschlag. Wie der Fraktionsvorsitzende Roland Körner erläuterte, solle die Verwaltung doch prüfen, ob nicht die derzeit von Mauern und Zäunen getrennten Parkflächen beim alten Arbeitsamt, bei der Bank1Saar sowie hinter dem Ärztehaus Kaiserstraße 15/17 zusammengelegt werden könnten. "Es wäre ohnehin sinnvoll, diese erweiterte Parkfläche der Allgemeinheit zugänglich zu machen", meinte Körner.

Nicht nur, weil für Familienzentrum St. Ingbert noch ein Bebauungsplan in Vorbereitung ist, bleib die Stadtverwaltung im Stadtrat einige Antworten schuldig, als um konkrete Nachfragen zu dem Projekt ging. So hatte Ursula Schmitt (CDU ) noch einmal nachgehakt, wie es am Standort altes Arbeitsamt um die Bausubstanz bestellt sei, welche genauen Kosten auf die Stadt zukämen und ob es schon einen Zeitplan für den Umbau gebe. Hier verwies der Oberbürgermeister auf die noch nicht abgeschlossene Detailplanung des Kreises. Vielleicht schon bei der Stadtratssitzung im Dezember werde die Planung für das Familienzentrum aber vorgestellt, meinte Wagner.