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Das Bundesfestival junger Film in St. Ingbert findet online statt

Bundesfestival Junger Film : Online-Test für die jungen Filme in St. Ingbert

43 Kurzfilme, ausgewählt aus 553 Einreichungen, werden vom 30. Juli bis 2. August beim Bundesfestival online gezeigt.

Auch wenn das Festival in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie anders als gewohnt stattfinden muss, versprechen die „filmreif“-Macher viele spannende kurze Filme. 43 Kurzfilme, ausgewählt aus 553 Einreichungen, werden in diesem Jahr im Rahmen des Online-Festivals gezeigt. Die Festivalleiter Jörn Michaely und Fabian Roschy meinen zum diesjährigen Programm: „Ein besonders starker Jahrgang. Wenn sich von einem thematischen Schwerpunkt sprechen lässt, wären es vermutlich die zwischenmenschlichen Beziehungen, die unsere Filmschaffenden besonders beschäftigt haben - egal ob in der Liebe, in der Familie oder in der Gesellschaft.“

Eröffnet wird das Festival mit dem Film „Unter Menschen“ der Hamburger Regisseurin Caren Wuhrer: Es ist ein Kurzfilm, bei dem die Stimmung während eines gutbürgerlichen Abendessens kippt, als die Tochter der Familie ihren neuen Freund vorstellt: Halb Mensch, halb Zebra. Virtuos animiert, irrsinnig komisch und ein relevantes, aktuelles Thema: Es geht um Diskriminierung und Rassismus.

Filmblock 1 trägt den Titel „Perspektivenwechsel“ mit außergewöhnlichen Aus- und Einblicke in das Leben und unsere Welt. Es geht um Menschen, die immer wieder mit dem Neuen konfrontiert werden. Schräge Momente sind in den Filmen „Unter Menschen“, „Aus den Fugen“, „Mamanam“, „How to make a revolution“ und „Herbst“ vorprogrammiert. Filmblock 2 ist mit „Über Wasser“ überschrieben. Ob plätschernder Fluss oder die weite See: Die Filme „Sinkende Schiffe“, „Euphrat“, „Fischstäbchen“ und „Freischwimmer“ führen an die unterschiedlichsten Ufer.

„Zwischen uns“ heißt Filmblock 3. Es geht um die Themen, die uns verbinden – und manchmal auch trennen: Liebe und Freundschaft, Fremdheit und Geborgenheit, Gemeinschaft und Einsamkeit. Die Filme titeln „SOG“, „Gummibärchenorakel“, „Jona“,· „Liebst du mich?“ und „Jung Fragil“. Filmblock 4 ist mit „Im Scheinwerferlicht“ überschrieben. In den Beiträgen „Plume“, „023_GRETA_S“,· „Rooftop Refugee“ und „Grenzen gibt es nur im Kopf“ geht es um Menschen, die plötzlich im Fokus stehen.

 In Filmblock 5: „Love is in the air“ haben die Protagonisten viele Fragen an ihr (Beziehungs-)Leben. Und die Antworten sind nicht immer einfach. Die Beiträge heißen „In den Binsen“, „Nachtschicht“, „Bobby Braun“, „#antihollywood“ und „Pandora“. Filmblock 6 trägt den Titel „Auf in neue Welten“ und bietet mit den Filmen „Theodor“, „Tommi & Wolf“ und „Luca (m/w/d)“ Wege in unbekannte Gefilde: eine Expedition zu fremden Welten, aber auch zu uns selbst.

Der Filmblock 7 unter dem Titel „Ich und die Welt“ mit den Filmen „Weißabgleich“, „Ich will ins Paradies“ und „Das Läuten“ zeigt Menschen auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz in der Gesellschaft. Filmblock 8 ist mit „Von zuhause“ überschrieben. In den Beiträgen „Mama“, „Komfortzone“, „Wasser Marsch“,· „Ma Gefilôle“ und „Nacht über Kepler 452b“ geben die Filmschaffenden Einblicke in ihre vier Wände. Und dort kommt so einiges zum Vorschein.

Im Filmblock 9 „Nach den Sternen greifen“ geht es hoch hinaus. Außergewöhnliche Leidenschaften, skurrile Situationen und immer wieder der Blick in den Himmel. Was haben die Sterne für unsere Protagonisten vorherbestimmt? Die Filme haben die Titel „ Grenzgänger“, „Gravedad“, „Flatliner“ und „Auch das Ungewöhnliche muss Grenzen haben“. Filmblock 10 schließlich trägt den Titel „Achtung, Menschen!“. In den Filmen „Gedankenpalast“, „Make my Day“, Flohplage und „Masel Tov Cocktail“ wird kräftig gemenschelt. Mit dabei: allerlei Missverständnisse, Sorgen, Nöte und Ängste.

Der Saarländische Rundfunk zeigt während des Festivals ausgewählte Filme und Interviews. Die Aufzeichnungen hierfür finden vom 23. bis 27. Juni vor einem kleinen Publikum mit ausreichend Sicherheitsabstand in einem Studio in einer noch öffentlich bekanntgemachten Halle in St. Ingbert statt.

 Die Festival-Macher Fabian Roschy (links) und Jörn Michaely sind auch für die Online-Ausgabe zuständig.
Die Festival-Macher Fabian Roschy (links) und Jörn Michaely sind auch für die Online-Ausgabe zuständig. Foto: Cornelia Jung

Das vollständige Programm mit allen Filmen ist auch auf der des Festivals zu finden: www.junger-film.de