C&A verlässt St. Ingbert

Während das Modehaus H&M von einer positiven Geschäftsentwicklung spricht, gehen bei C&A bald die Lichter aus. Das Unternehmen hat bestätigt, Anfang kommenden Jahres die Segel zu streichen.

Bei H&M in der St. Ingberter Fußgängerzone laufen die Geschäfte gut, heißt es bei dem Unternehmen.

Die Antwort auf die SZ-Anfrage war kurz und bündig: "Diesbezüglich möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir den Weggang von C&A aus St. Ingbert , entsprechend unserem Mietvertragsende, zu Anfang nächsten Jahres bestätigen können." Weitere Details wollte die Presseabteilung des Unternehmens nicht öffentlich machen, das im März 2008 in das ehemalige ZVK-Gebäude eingezogen war und von den St. Ingberter Einzelhändlern damals als möglicher Frequenzbringer gefeiert wurde. Immerhin liegt das Geschäftshaus zentral in der Fußgängerzone.

Damit bestätigt sich ein Gerücht, das jüngst in der Stadt die Runde machte. Zumindest zur Hälfte. Denn in einem Atemzug mit dem großen Textilhaus wurde gleich schon ein zweites genannt, das der Stadt wohl den Rücken kehren könnte. Aber die Nachfrage bei H&M, seit Ende 2011 in St. Ingbert ansässig, brachte ein gänzlich anderes Ergebnis. Die Presseabteilung des Modehauses spricht von einer positiven Geschäftsentwicklung. Mehr dazu weiß Nico Ganster zu berichten. Der Vorsitzende des St. Ingberter Vereins für Handel & Gewerbe hat nämlich selbst Kontakt zu den Unternehmen aufgenommen. Ganster hat die beiden Filialleiterinnen zum Gespräch eingeladen, wie er erläutert. Allerdings hat C&A nach seinen Worten von dem Angebot keinen Gebrauch gemacht. Ganster berichtet weiter: "Die hiesige Filialleiterin von H&M, Christina Kreisz, zeigt sich sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung und insbesondere dem Zuspruch aus dem Umland." Sie plane eine Angebotserweiterung, unter anderem um Sportartikel. Auch mehr Personal für die H&M-Filiale sei im Gespräch. Ganster erwähnt zudem, Kreisz würde die Kommunikation mit der Stadtverwaltung gerne ausbauen. Für den Chef des Händlervereins ist H&M ein Beispiel dafür, dass auch große und international arbeitende Unternehmen in der Mittelstadt gute Geschäfte machen könnten. Ganster: "Wenn das Angebot in der Stadt stimmt, können beide, Ketten und Einzelhändler, davon profitieren."

Für die Innenstadt ist der Weggang von C&A gleichwohl ein Schlag. Denn allen guten Versuchen, die Innenstadt attraktiv zu halten, folgen Rückschläge. So war nach dem Zuzug von C&A die "SinnLeffers "-Filiale im Jahr darauf dicht.