„ContraPunkt“ überzeugte mit sächsischem Barock

Konzert in Klinikkirche : ContraPunkt überzeugt mit sächsischem Barock

ContraPunkt ist ein Vokalensemble mit acht exzellenten Sängern, das sich zwischen Vier- und Achtstimmigkeit, aber auch in Doppelchorbesetzung auf höchstem A-Cappella-Niveau der vorklassischen Vokalpolyfonie widmet und so auch auf dem CD-Markt präsent ist.

Der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Saarpfalz mit Sitz in St. Ingbert war es zu verdanken, dass das Ensemble am vergangenen Wochenende in der Homburger Klinikkirche auf dem Campus der Unikliniken eine größere Zuhörergemeinde in seinen Bann schlagen konnte mit Hörproben aus dem sächsischen Barock, vornehmlich aus den Musikzentren Dresden und Leipzig.

Da durften die großen Leipziger Thomaskantoren nicht fehlen: Sethus Calvisius mit einem klangprächtigen „Gloria“ nach venezianischer Art, sein Nachfolger Johann Kuhnau mit der zu Herzen gehenden Passionsmotette „Tristis est anima mea“ und der berühmteste in diesem Amt, Johann Sebastian Bach, mit seinen schönsten Choralperlen und mit der in ausgefeilter Textintensität ausgeführten Trauerkantate „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ BWV 157.

Über den betörend schönen Chorharmonien eines „Crucifixus“ des nach Dresden berufenen Venezianers Antonio Lotti und vor allem über der doppelchörigen Klangfülle in der Psalmmotette „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ von Heinrich Schütz freut sich die begeistert applaudierende Zuhörerschar nach mitteldeutschen Barockwerken nunmehr auf Meister des frühitalienischen Barock in der farbenfrohen Klinikkirche.

Das nächste Konzert in der Klinikirche des Homburger Universitätsklinikums gestalten Nadja Zwiener auf der Barockvioline und Daniele Caminiti auf der Theorbe – eine Art Bass-Laute – im Rahmen der Internationalen Kammermusiktage Homburg. Konzerttermin ist am Sonntag, 29. September, 17 Uhr. Weitere Infos im Internet unter

www.kammermusik-homburg.de

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