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Christian von Blohn spielt älteste überlieferte Orgelmusik

Christian von Blohn spielt älteste überlieferte Orgelmusik

Das Robertsbridge-Fragment ist das ältest überlieferte Stück Orgelmusik. Christian von Blohn hat es im Repertoire für die Orgel-Matinee am Sonntag in der Martin-Luther-Kirche. Die Oberlinger-Orgel in dem Gotteshaus feiert gerade 50. Geburtstag.

Am Erntedanksonntag, 2. Oktober, 11.15 Uhr, findet in der Martin-Luther-Kirche St. Ingbert eine Orgelmatinée mit Christian von Blohn statt, zu der der "Förderverein für Kirchenmusik an der Martin-Luther-Kirche und an der Christuskirche in St. Ingbert " einlädt. Der Konzertorganist Christian von Blohn, katholischer Dekanatskantor mit Sitz in St. Ingbert seit 1993, spielt Werke von der ältesten überlieferten Orgelmusik , dem Robertsbridge-Fragment, über Johann Sebastian Bach bis in die Moderne, von Olivier Messiaen über Theo Brandmüller bis zu Naji Hakims großartigem Variationenwerk über den Luther-Choral "Ein feste Burg ist unser Gott", passend zum bevorstehenden Reformationsjubiläum.

Orgelmatineen am ersten Sonntag des Monats haben in St. Ingbert in der Kirche St. Hildegard eine jahrzehntelange Tradition, mittlerweile finden sie mitunter auch in St. Josef statt. Die Orgelmatinée zu Erntedank 2016 gestaltet Christian von Blohn dankenswerterweise in ökumenischer Zusammenarbeit erstmals in der Martin-Luther-Kirche. Anlass ist der 50. Geburtstag der neobarock gestalteten Oberlinger-Orgel. Diese wurde 1966 mit zwei Manualen und Pedal als mechanische Schleifladenorgel von Landeskirchenmusikdirektor Adolf Graf zusammen mit der Orgelbaufirma Oberlinger (Windesheim) konzipiert, zunächst nur als Teilbau mit 14 Registern realisiert und 1971-1976 auf 22 Register erweitert, ehe sie erst 2008/2009 um drei Register auf 25 Register, zum 150-jährigen Bestehen der Martin-Luther-Kirche, komplettiert wurde. Christian von Blohn, 1963 in Homburg geboren, schloss sein Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik Saarbrücken mit dem A-Examen für Kirchenmusik (Chor- und Orchesterleitung bei Volker Hempfling und Dieter Loskant) und dem Diplom für Musikerziehung, Hauptfach Orgel, 1987 ab. Daneben studierte er Klavier bei Kurt Schmitt und Klavier-Kammermusik bei Walter Blankenheim und Jean Micault sowie Cembalo bei Martin Galling. Anschließend setzte er seine künstlerische Ausbildung in der Schweiz am Conservatoire de Lausanne in der Meisterklasse von André Luy fort, wo er 1991 mit dem Premier Prix de Virtuosité ausgezeichnet wurde.

Danach folgten weitere Studien bei Daniel Chorzempa an der Musikakademie in Basel und dem Mozarteum Salzburg sowie bei Peter Hurford und Julian Smith an der "Royal School of Church Musik" in Großbritannien. In zahlreichen Konzerten und CD-Aufnahmen hat der Solist seine Ausnahmestellung als Orgelvirtuose unter Beweis gestellt.

Der Eintritt ist frei. Eine Spende wird am Ausgang zur Deckung der Unkosten erbeten.