MGV Josefstal: Chorkonzert sorgte für schöne Stunden

MGV Josefstal : Chorkonzert sorgte für schöne Stunden

Das Konzert des Männergesangvereins Joseftal war ein voller Erfolg. Das Publikum war von vier Chören und einer Solistin vollauf begeistert.

Der Männergesangverein Josefstal hatte am Sonntag zu einem Chorkonzert mit vier Chören und einer Solistin samt Band eingeladen. „Seite an Seite“ war deshalb diese Veranstaltung in der Stadthalle überschrieben und die vorgetragenen Lieder sollten von Beziehungen jeglicher Art erzählen, wie Moderator Wolfgang Blatt ins Programm einführte. Vor allem gefiel den Gästen neben dem Programm die Interaktion der Akteure und des Moderators mit dem Publikum, wie man immer wieder hörte. Denn man bekam nicht nur ein Programmheft in die Hand gedrückt, bevor das darin gedruckte Programm „abgespult“ wurde. Man wollte gemeinsam einen schönen Spätnachmittag mit schöner Musik genießen, gemeinsam singen und auch lachen. Auch manche Begebenheit abseits der Musik taugte für einen eigenen Programmpunkt. Da zwischen den Aufführungen vom MGV Josefstal, dem Gemischten Chor Ommersheim, dem Chor „Männersache“ (Leitung: Friedel Hary) und dem MGV Frohsinn (Leitung: Markus Schaubel) immer wieder der Vorhang auf- und zugezogen werden musste und dies nicht immer auf Anhieb klappte, wurde der „Vorhang-Beauftragte“ zum Running Gag des Tages. So was gefiel dem Publikum.

Die Chöre hatten leichte Kost dabei und viele eingängige Melodien. So waren „Wochenend und Sonnenschein“ zu hören, „Ob blond ob braun, ich liebe alle Frau’n“ aus Gräfin Mariza oder Schlager wie „Nur die Liebe lässt uns leben“. Adamos „Ein kleines Glück wird einmal groß“ passte genauso gut ins bunte Repertoire wie „Über sieben Brücken musst du geh’n“ von Karat. Besonders auf diesen Tag hingearbeitet und gefreut hatten sich die Gründer von „Männersache“, einem Chor aus jung gebliebenen Sängern der zwei Gastgeber MGV Josefstal und Frohsinn. Sollen diese mit frischen Stimmen und Lust an moderneren Stücken doch mit dafür sorgen, dass die singenden Männer nicht aussterben. „Und wer, wenn nicht die Vorsitzenden von den beiden St. Ingberter Männergesangvereinen tragen die Verantwortung dafür, dass es den Männerchorgesang auch in 20 Jahren noch in St. Ingbert gibt“, so Uwe Meisenheimer und Heribert Wallacher.
Das Konzept von „Männersache“ scheint aufzugehen. Am Tag seiner Premiere am Sonntag hatte der neu firmierte Chor immerhin schon drei Männer angelockt, die noch nie gesungen haben. Einer der Neuen sei sogar unter 30, wie man hörte – das sei schon fast so etwas wie eine Sensation. Mit „Nothing else matters“ von Metallica in einer Unplugged-Version für Männerchor und Piano, Klaus Lages „Tausendmal berührt“ und „It’s so easy to fall in love“ von Buddy Holly wurden Kompositionen ausgewählt, die zwischen 1959 und 1991 herauskamen, und so wohl auch einige der Sänger durch ihre Jugend begleiteten. Sängerin Maria Mastrantonio drückte „Seite an Seite“ von Christina Stürmer und „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ ihren ganz eigenen Stempel auf.

„Im zweiten Teil wird’s lustig“, freute sich eine Besucherin in der Pause schon auf die Fortsetzung mit Liedern meist aus den 1920er und -30er Jahren. Moderator Blatt strickte in seiner Anmoderation eine Geschichte daraus, vom zarten Aufkeimen der Liebe über die Leidenschaft, Eifersucht, das Abflauen der Gefühle bis hin zum Gedanken, wie man den Partner wieder los wird („Ich fahr mit meiner Klara“). Zum Abschluss gaben der MGV Josefstal und der MGV Frohsinn noch gemeinsam „Ein Freund, ein guter Freund“ zum Besten. Ein Titel, der ganz offenbar so eingängig ist, dass er noch einmal als Zugabe herhalten musste. Viele im Publikum sangen mit und waren begeistert vom Programm und den Stimmen.

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