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CDU verweist auf Konsequenzen der gebundenen Ganztagsschule

CDU verweist auf Konsequenzen der gebundenen Ganztagsschule

Der Vorstoß der St. Ingberter FDP zur Einführung einer gebundenen Ganztagsschule (wir berichteten) hat die CDU-Stadtratsfraktion zu einer Stellungnahme veranlasst.

Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Christa Strobel, verwies darauf, dass in dieser Diskussion alle Fakten berücksichtigt werden müssten. Was die FDP nicht sage, sei, dass nach derzeit geltendem Recht die St. Ingberter Schulbezirke geändert werden müssten, weil die Einrichtung einer gebundenen Ganztagsschule Vierzügigkeit pro Klassenstufe erfordere mit davon jeweils zwei Ganztagsklassen.

Im Stadtverband St. Ingbert gibt es zur Zeit vier Schulstandorte mit Dependancen (Albert-Weisgerber-Schule, Südschule, Rischbachschule und Pestalozzischule Rohrbach). Keine dieser Schulstandorte weise eine Vierzügigkeit auf. Die Schlussfolgerung daraus sei, dass bei der Einrichtung einer gebundenen Ganztagsschule mindestens ein Schulstandort wegfallen würde, bei der demografischen Entwicklung langfristig vielleicht zwei. Hinzu komme bei der Einrichtung einer gebundenen Ganztagsschule, dass für einen vierzügigen Schulstandort kein Gebäude in St. Ingbert die Kapazitäten biete nach Aussage der Verantwortlichen im Bildungs- und Biosphärenausschuss des Stadtrates.

"Deshalb sollte die Diskussion um eine gebundene Ganztagsschule unter Einbeziehung aller Fakten und der St. Ingberter Eltern geführt werden", betont Bildungssprecherin Strobel. "Wenn St. Ingberter Eltern dies mehrheitlich so befürworten, wird auch die CDU der Einführung einer gebundenen Ganztagsschule zustimmen."