CDU und Grüne kritisieren „Pannenprojekt“ in Pinningen

CDU und Grüne kritisieren „Pannenprojekt“ in Pinningen

Nachdem der erste Ausbau des Feldweges in Pinningen wegen einiger Pannen für Unmut gesorgt hatte, wurde dieser nun in der vergangenen Woche vom Kreis nachgebessert.

In Pinningen hat der Saarpfalz-Kreis einen Feldweg für den Radtourismus neu ausgebaut. Obwohl, wie die CDU Blieskastel mitteilt, "der alte Weg noch in gutem Zustand gewesen ist". Zu schmal und zu hoch sei der Weg nach dem Ausbau gewesen, der dadurch für Landwirtschaft und Radfahrer gefährlich und ungeeignet geworden sei. CDU und Grüne sprechen von "beispielloser Steuerverschwendung". Bei einem Vor-Ort-Termin hätten sich die Fraktionschefs von CDU und Grünen, Holger Schmitt und Martin Dauber, von dem "Pannenprojekt" überzeugt. Wie Schmitt weiter mitteilt, habe der Kreis rund 70 000 Euro für die Sanierung des 1200 Meter langen Weges veranschlagt, "die so nicht nötig gewesen wären. Knapp 60 000 Euro soll sie dann gekostet haben". Während die Kommunen im Kreis sparen müssten, schöpfe der Kreis aus dem Vollen. "Der nur 2,50 Meter breite Weg endete beidseits abrupt mit einer 60 Zentimeter tiefen Kante, unbrauchbar für landwirtschaftlichen Verkehr. CDU und Grüne gehen nach eigenen Berechnungen davon aus, dass rund 1500 Tonnen Schotter und Split zu viel verbaut wurden", so Schmitt. In der vergangenen Woche sei der Weg daher vom Kreis nachgebessert, abgeschoben, verbreitert und überschüssige Massen wieder abtransportiert worden. Der Saarpfalz-Kreis habe mittlerweile Pannen beim Projekt eingeräumt. Gegenüber unserer Zeitung bezog der Kreis trotzt Anfragen keine Stellungnahme. CDU und Grüne fordern Aufklärung, "da es sich augenscheinlich um einen Planungsfehler handelt". Die CDU-Kreistagsfraktion werde das Thema im dortigen Bauausschuss aufrufen. "Offen ist, warum der Kreis die Stadt als Eigentümerin des Weges nicht in die Planung einbezogen hat. Auch der Ortsrat und die Bürger von Pinningen wurden nicht beteiligt", so CDU und Grüne.