CDU Rohrbach rückt die ehemaligen Sam-Werke in den Fokus

CDU : Sam-Gelände soll Bauland werden

Derzeit dient das Areal in Rohrbach nur dem städtischen Bauhof als Lager.

Den alteingesessenen Rohrbachern ist die ehemalige Firma in der Eckstraße noch ein Begriff. Ein Industriegebäude mit markanter Backsteinfront, verdeckt hinter einem kleinen Wohngebäude und den nicht mehr zu gebrauchenden Wohncontainern aus den 90er Jahren: die Firma Sam-Werke Grubenbedarf. Das etwa 2200 Quadratmeter große Areal ist bereits seit 1986 im Besitz der Stadt und dient aktuell dem Bauhof als Lager. Seine besten Jahre hat das Gebäude schon längst hinter sich.

Die CDU Rohrbach wagt nun einen Vorstoß. Bei dem Areal handele es sich faktisch um eine Baulücke, die idealerweise für eine an die nähere Umgebung angepasste Wohnbebauung genutzt werden könne. Neben den abzureißenden Gebäuden gebe es jedoch ein weiteres Problem: Grund und Boden sind mutmaßlich kontaminiert, Art und Umfang sind unbekannt. „Das muss in einem ersten Schritt dringend angegangen werden“, so Thomas Magenreuter, CDU-Sprecher im Ausschuss für Baumanagement. Ohne einen kräftigen Zuschuss werde St. Ingbert die Umwandlung in Wohnbauland nicht stemmen können Hoffnung machen den Christdemokraten dabei die Förderprogramme sowie die aktuelle Sonderförderung für den ländlichen Raum der saarländischen Landesregierung.

Der Rohrbacher CDU-Vorsitzende, Jeremy Wendel, nimmt hier den Innenminister beim Wort: „Wenn Geld da ist und unter die Leute kommen soll und sich dann St. Ingbert um Förderung einer längst fälligen und sinnvollen Maßnahme in Rohrbach bemüht, dann darf man nicht leer ausgehen. Zumal auch Ortsteile von Saarbrücken und aller Kreisstädte zum ländlichen Raum zählen.“ Da bei Förderprogrammen oft das Sprichwort „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ gelte, hat die CDU-Stadtratsfraktion bereits einen Antrag für den zuständigen Ausschuss am kommenden Donnerstag, 16. Mai, gestellt. Dort soll auch ein Bodengutachten beschlossen werden.

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