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CDU Hassel greift Lärmproblem an der A 6 wieder auf

CDU Hassel : CDU sucht Wege gegen Lärm von der A 6

Nach bescheidenem Erfolg vor einigen Jahren hoffen die Hasseler Kommunalpolitiker auf neue Bewertungs-Grundlagen.

Die Hasseler CDU-Ortsratsfraktion und der CDU-Ortsvorstand trafen sich in Hassel an der Autobahn 6 mit dem Bundestagsabgeordneten Markus Uhl (CDU), um mit ihm nach dem Hinweis, dass es neue niedrigere Grenzwerte für die Lärmbelastung an Autobahnen gibt, zu diskutieren, ob sich für Hassel daraus positive Veränderungen für den Ort und für die Anwohner ergeben könnten.

Seit in Hassel der Lärmschutzwall 2009 fertiggestellt worden war, bestand wegen des hohen Lärmpegels an der A 6 in Hassel der Wunsch seitens des Ortsrates, vom Kahlenberg-Parkplatz bis zum Lärmschutzwall eine lärmreduzierende Maßnahme zu erreichen. Das berichtete der frühere Ortsvorsteher Markus Derschang (bis 2014 im Amt). Experten hätten errechnet, dass mit einer solchen Lärmschutzmaßnahme der Lärmpegel nicht deutlich gesenkt werden könne. Durch ein Lärmgutachten 2011 war belegt worden, dass ein Rechtsanspruch für eine solche Maßnahme nicht besteht. Seinerzeit war nur für ein Anwesen in der Rohrbacher Straße passiver Schallschutz genehmigt worden. Da aber die Verkehrsmenge auf der A 6 seit dem Gutachten von 2011 auf insgesamt 43 680 (plus vier Prozent) Fahrzeuge am Tag gestiegen sei und der Lkw-Anteil daran mittlerweile 20 Prozent betrage, wollte man geprüft haben, ob nach einer neuen Berechnungsgrundlage (2021) mehr Anwohner in den Genuss passiven Schallschutzes durch den Bund kommen könnten. Aktuell hat man auf deutschen Autobahnen mit Zählungen von Fahrzeugen begonnen. Mit deren Hilfe wird der Lärmpegel errechnet.

Markus Uhl erläuterte, dass man zwei Möglichkeiten nach dem neuen Verfahren unterscheiden müsse. Das sei erstens die Lärmvorsorge. Wenn wesentliche Veränderungen der Verkehrsführung greifen, habe man einen Rechtsanspruch; das sei an der A 6 aber nicht der Fall. Zweitens Lärmsanierung/Lärmminderung bei Bestandsverkehrswegen. Da aber gebe es keinen gesetzlichen Anspruch auf geförderte Lärmsanierung.

„Das Lärmproblem“, so Uhl, „hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, die gestresster und sensibler sind als früher, und muss in der Politik stärker in den Fokus gerückt werden. Wir müssen uns dem Thema Lärm mehr widmen. Wenn man in der Priorisierung nach vorne kommen will, muss man vor Ort etwas tun, beispielsweise, dass man aufgrund der neu berechneten Werte durch die Autobahn GmbH höher eingestuft wird und eher dran ist. So könnten eventuell mehrere Häuser neu in die Förderung dazukommen“. Markus Uhl bot an, den neuen Sachstand bei der Autobahn GmbH in Erfahrung zu bringen und dort anzuregen, dass Mitarbeiter zu einem Ortstermin an die A 6 nach Hassel kommen.

Aufgrund der Absenkung der Grenzwerte will er sich weiter für eine Neuberechnung (schalltechnische Untersuchung) für Hassel einsetzen. „Man muss dranbleiben, das Anliegen auf der Agenda halten“, so der Bundestagsabgeordnete. Ortsvorsteher Markus Hauck will das Thema in der nächsten Ortsratssitzung als Tagesordnungspunkt aufnehmen.