Caruso bringt Kinder zum Singen

Die Carusos ist die Qualitätsmarke des Deutschen Chorverbandes für das kindgerechte Singen in Kindertagesstätten. Der Vorsitzendes des Kreischorverbandes St. Ingbert, Werner Zeitz, informiert bei einem Besuch in der Redaktion, dass das Anliegen ist, dass Singen ein selbstverständlicher Bestandteil im Alltag der Kindertagesstätten wird.

Aus Felix wurde Caruso. "Die Carusos! Jedem Kind seine Stimme" ist die Qualitätsmarke für Vorschuleinrichtungen des Deutschen Chorverbandes. So jedenfalls wirbt der Caruso Landesbeauftragte des Saarlandes, der gleichzeitig der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes St. Ingbert und Vizepräsident des saarländischen Chorverbandes ist, für diese bundesweite Initiative zur Förderung des kindgerechten Singens und Nachfolger der Felix-Initiative. "Wir wollen erreichen, dass das gemeinsame Singen als tägliche Selbstverständlichkeit die musikalische Entwicklung der Drei- bis Sechsjährigen fördert", sagt Werner Zeitz bei einem Besuch in der Redaktion.

In St. Ingbert , Blieskastel und Gersheim haben verschiedene Kitas die Felix- beziehungsweise Caruso-Auszeichnung (siehe Infobox). Laut Zeitz handelt es sich dabei im landesweiten Vergleich einen "guten Schnitt". In St. Ingbert hat das Team um Werner Zeitz alle Einrichtungen angerufen und für die Carusos geworben. "Der persönliche Kontakt ist uns wichtig", so Zeitz, der versichert, dass niemand Angst vor der Musik-Auszeichnung haben muss. "Wir unterstützen die Einrichtungen natürlich", so Zeitz.

Kindgerechtes Singen bedeutet, so erklärt es der Caruso Landesbeauftragte, tägliches und gemeinsames Singen, Singen in kindgerechter Tonhöhe, eine vielfältige und altersgemäße Liedauswahl, eine abwechslungsreiche Gestaltung des Singens, ein hoher Stellenwert des Singens im Kindergarten.

Ausschlusskriterien sind, dass die Einrichtung den Standard nicht als Ganzes erfüllt, dass nicht in kindgerechter Tonhöhe gesungen wird, dass überwiegend Fremdangebote wie die musikalische Früherziehung durch externe Musikschulen genutzt werden und dass schließlich überwiegend audio-visuelle Medien genutzt werden.

"Die Begutachtung der Einrichtung nimmt ein qualifizierter Carusos-Fachberater vor", so Zeitz weiter. Die Antragstellung ist mit einer Schützgebühr von 150 Euro verbunden. Für den Beritt des Kreis-Chorverbandes St. Ingbert hat Zeitz dafür gesorgt, dass 50 Euro die Kita trägt, 50 Euro der Kreisverband und 50 Euro der saarländische Chorverband. Das Caruso-Zertifikat ist drei Jahre gültig und wird verlängert mit erneuter Antragstellung und Begutachtung. Im Herbst diesen Jahres wird es laut Zeitz ein Carusos-Liederbuch geben.

Auch die St. Ingberter Kita St. Konrad hat noch eine bis 2017 gültige Felix-Plakette. Ob man sich im Anschluss um eine Carusos-Auszeichnung bemühe, muss laut Erzieherin Nadine Scholl noch im Team besprochen werden. "Die Anforderungen sind schon höher", so die Erzieherin gegenüber unserer Zeitung. Um ihrem Status der "Felix ausgezeichneten Einrichtung" gerecht zu werden, wird natürlich nach wie vor regelmäßig gesungen.

Ein besonderes Schmankerl ist, darauf freuen sich auch Kinder und Erzieherinnen der Kita St. Konrad, ein gemeinsames Konzert aller ausgezeichneten Einrichtungen der Region am Sonntag, 8. November, in der St. Ingberter Kita St. Franziskus.

Zum Thema:

Auf einen BlickIn unserer Region haben folgende Einrichtungen aktuell gültige Felixauszeichnungen bis 2017: Die Kita Peppenkum (Gersheim), die Kita St. Hubertus Niederwürzbach (Blieskastel), die Kita Christuskirche in St. Ingbert , die städtische Kita Rohrbach, die Kita St. Konrad in St. Ingbert , die Kita St. Pirmin St. Ingbert , die Kita St. Franziskus St. Ingbert , die Kita Sonnenblume Hassel, die Kita Herz Jesu Hassel und die städtische Kita Rentrisch. Die Caruso-Auszeichnung (sie hat die Felixauszeichnung mit erweiterten Anforderungen abgelöst) bis 2018 hat die Kita Sonnenblume in Hassel. ywi