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Caroline Staub aus St. Ingbert ist landesbeste Azubi für Großhandel

Landesbeste Azubi aus St. Ingbert : Landesbeste Azubi nutzt eine berufliche Veränderung

Dass eine berufliche Veränderung großen Erfolg bringen kann, beweist Caroline Staub aus St. Ingbert. Die 26-jährige Kauffrau für Groß- und Außenhandel wurde 2019 die landesbeste Auszubildende in ihrem Beruf und nahm im Saarbrücker E-Werk von Ministerpräsident Tobias Hans die Ehrung der IHK Saarland entgegen.

Die St. Ingberterin war nach der Schule erst einmal auf der weiterführenden Fachoberschule für Wirtschaft und leistete ein einjähriges Betriebspraktikum in der St. Ingberter Tiefkühlkost Zentrale (TKZ) ab. So kam sie zu einem Fachabitur, entschied sich dann allerdings nicht für eine kaufmännische Ausbildung, sondern strebte eine Maskenbildner-Ausbildung im Handwerk an. Im ersten Step wurde sie Kosmetikerin und Make Up-Artist. „Doch ich musste erkennen, dass man in dieser Branche wenig Aussichten hat, eine solide bezahlte Vollzeitstelle zu bekommen. Die Perspektiven waren schlecht“, beschreibt sie ihre selbst gemachten Erfahrungen. Ihr Schwager bot ihr eine Alternative an. Bei der Sanitärsortimente GmbH (SSG) in Eschringen bot er ihr im eigenen Betrieb eine Ausbildung an, wobei Schwager Christoph Krämer damit ebenfalls Neuland betrat. Es war die allererste Ausbildung in seiner Firma. Die IHK besichtigte den Betrieb, prüfte die Ausbildereignung und gab grünes Licht.

Im August 2017 startete Staub den neuen Job und verkaufte Fliesen und Bäder in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Besondere: Im kleinen Betrieb gibt es kaum Spezialisierung. Von der Buchhaltung, die Beantwortung von Post, der Pflege des Online-Shops bis zur Planung von Bädern am PC eignete sich die junge Frau alles an. Inzwischen sind schon 10 von ihr am Computer geplante Bäder bei Kunden baulich umgesetzt. „Ich liebe diese kreative Komponente meines Jobs und dass man hier direkten Kundenkontakt hat.“

Caroline Staub wurde im Betrieb fest übernommen und qualifiziert sich weiter. Berufsbegleitend macht sie momentan ein Fernstudium zur IHK-geprüften Wirtschaftsfachwirtin. Im November 2020 will sie die Prüfung ablegen. Dann hat sie die Ausbildung in eineinhalb Jahren und das Studium in zusammen gerade mal drei Jahren abgeschlossen. Schneller kann man das nicht ableisten. Dabei dann auch noch Landesbeste zu werden, ist nicht selbstverständlich. „Weil ich den Beruf wechselte, war ich schon ehrgeizig. Ich wollte jetzt nicht Landessiegerin werden, aber sehr gute Noten haben, das war mir wichtig“, sagt die Kauffrau, die den zweiten beruflichen Anlauf sehr ernst genommen hat.