BUND gründet Regionalgruppe Bliesgau in St. Ingbert

BUND-Gruppe : Mehr Impulse für die Biosphäre

Der BUND will eine neue Regionalgruppe Bliesgau auf den Weg bringen, um die Biosphäre weiter zu unterstützen.

Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) Deutschlandhat beschlossen, eine gemeinsame Gruppe für den gesamten Bliesgau zu gründen. Diese Idee geht auf Adam Schmitt zurück, der lange Jahre als Stadtratsmitglied und Beigeordneter der Grünen in St. Ingbert bekannt war. Schmitt legt diese Ämter nieder,  doch als Umweltpolitiker will der 68-Jährige durchaus weitermachen. Seit den 80er Jahren schon Mitglied im BUND, will Schmitt diesem Umweltverband in der Region aktiv auf die Beine helfen. Gemeinsam mit Heike Sicurella, der Ehrenamtskoordinatorin im BUND Saar, stellte Adam Schmitt nun Pläne für eine Regionalgruppe Bliesgau vor.

Das Kompetenznetzwerk des BUND mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern wolle man vorrangig nutzen, um die Entwicklung der Biosphäre Bliesgau voranzubringen. „Die Biosphäre ist eine Herzensangelegenheit, sie braucht aber auch unsere kritische Begleitung“, sagte Schmitt. Auf die Frage, warum die Umweltorganisation eine Gruppe für den gesamten Bliesgau gründen wolle: „Die früher einmal bestehenden Ortsgruppen in unserer Region sind bis auf jene in Altstadt nicht mehr existent.“ Sich jetzt noch einmal auf größerer Ebene zu vernetzten, folge auch der Erkenntnis, dass sich viele Umweltfreunde noch für einzelne Projekte fänden, Mitstreiter für ein dauerhaftes Engagement aber neu organisiert werden müssten, so Sicurella.

An Themen, bei denen sich der BUND einbringen kann, mangele es nicht, unterstrich Adam Schmitt. „Nach zehn Jahren Biosphäre Bliesgau ist im Naturschutz viel Positives geschehen, aber in den Bereichen Gewässerschutz, bei der Siedlungsentwicklung, der ökologischen Landwirtschaft sowie dem Lärm- und Klimaschutz gibt es noch viel zu tun.“

Zwei konkrete Beispiele führte Schmitt näher aus. Zunächst die Siedlungsökologie. „Naturschutz in der Gemeinde fordert Gestaltungssatzungen, die dem Charakter der Landschaft gerecht werden. ,Gärten des Grauens‘ mit Schotterflächen und Gift-Buchsbaum passen nicht in die Biosphäre.“ Auch die ökologische Landwirtschaft soll ein Schwerpunkt sein. „Die Stadt-Land-Beziehung ist ein zentrales Thema in der Biosphäre. Aber trotz guter Ansätze ist die Förderung der ökologischen Landwirtschaft für eine regionale Vermarktung ihrer Produkte noch unterentwickelt. Wir müssen die kurzen Wege auch zu regionalen Produkten stärken. Für die Versorgung aus der Region ist bei uns noch einige Überzeugungsarbeit nötig.“

Angesprochen für eine Mitarbeit in der neuen Gruppe sind dabei vor allem die rund 400 BUND-Mitglieder, die es laut Heike Sicurella im Postleitzahlenbereich der Biosphäre Bliesgau gibt. „Aber auch jeder, der sich für den Umwelt- und Naturschutz in unserer Region konkret und gezielt einsetzen will, ist herzlich wilkommen“, betonte die BUND-Ehrenamtskoordinatorin.

Trotz guter Ansätze sei die Förderung der ökologischen Landwirtschaft für eine regionale Vermarktung ihrer Produkte noch unterentwickelt, findet der Grüne Adam Schmitt. Er will mit seiner neu zu gründenden BUND-Gruppe die kurzen Wege zu regionalen Produkten stärken. Hier das Milchhäuschen in Mandelbachtal, in dem es Bliesgau-Milch zu kaufen gibt. . Foto: K. Schindler/R. Schorn, Röhrig Verlag/Foto: K. Schindler/R. Schorn, Röhrig Verlag

Wer an der Gründung einer BUND-Regionalgruppe Bliesgau interessiert ist und mitarbeiten will, kann sich über E-Mail: heike.sicurella@bund-saar.de oder über die Landesgeschäftsstelle des BUND Saar im Haus der Umwelt, Tel. (06 81) 81 37 00 und E-Mail info@bund-saar.de informieren.

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