Bücherei wird immer beliebter

Mitglieder des St. Ingberter Stadtrates haben sich dieser Tage bei einem Besuch vor Ort die Stadtbücherei angesehen, die in jüngster Zeit einen Aufschwung erlebte. Dennoch gilt es, kleine Mängel zu beseitigen. So sind die Regal über 60 Jahre alt.

Die Koalition aus CDU , Familienpartei und Grünen im Stadtrat St. Ingbert hat die St. Ingberter Stadtbücherei besichtigt. Dazu gehörte ein geführter Rundgang durch die einzelnen Abteilungen sowie die Information über die Ausleihmöglichkeiten und wofür das beantragte Budget im Haushalt 2015/16 der Bibliothek gedacht ist. Das interessierte die Besucher, denn wenn man im zu verabschiedenden Haushalt Schwerpunkte setzen will, sollte man wissen, wo. Die beantragten Gelder sollen teilweise für die Neuanschaffung wichtiger aktueller und sehr gut frequentierter Medien wie CD's, DVD's, Hörbücher, E-Book's, aber auch für Bücher verwendet werden, teilweise aber auch für Erneuerung und Modernisierung der Einrichtung sowie für Lesungen.

Insgesamt haben die Stadtratsmitglieder der Koalition einen sehr guten Eindruck von der Stadtbücherei gewonnen, weil sie sehr breit aufgestellt ist und damit den Charakter einer echten Stadtbücherei für die gesamte Bevölkerung darstellt. Sogar samstags ist sie geöffnet. Darüber hinaus ist die Bibliothek in einigen Bereichen erstaunlich aktuell und bietet auch für Senioren und Schüler eine ausgewogene Palette. Das beantragte Budget ist nach Meinung der Koalition im Allgemeinen sinnvoll angelegt, "ich könnte da kaum einsparen", so Albrecht Hauck (Familienpartei). Nach Meinung von Jeremy Wendel (CDU ) könnte über eine WLAN-Verbindung in der Bücherei die eBook-Ausleihe noch intensiviert werden.

Vier Computerplätze mit Office-Programm werden von Besuchern genutzt, um auch mal eine Bewerbung zu schreiben. Allerdings müssten einige Laptops ersetzt werden. Die einzelnen Abteilungen der Bibliothek werden sukzessive überprüft, das heißt Bestände, die nicht mehr gefragt sind, gegen Neuerscheinungen ausgetauscht. Marika Flierl, Leiterin der Biosphären-VHS sowie der Abteilung Kultur, Bildung und Familie, empfiehlt ein Suchprogramm für die Biosphäre einzurichten, denn eine eigene Abteilung "Biosphäre" gibt es nicht, die Beiträge befinden sich über Fachabteilungen verstreut.

Für Schüler finden Lesungen von Kinder- und Jugendbuchautoren statt, die immer wieder Leseinteresse bei den Schülern wecken und sie animieren. "Es ist sehr wichtig für die sprachliche Entwicklung eines Kindes, dass es viel liest", so Christa Strobel (CDU ) und Susanne Baumann (Grüne).

Auch an Kleinste wird gedacht

Ebenso werden die Kleinsten berücksichtigt, denn für sie ist die Bilderbuchstunde gedacht. Markus Monzel (CDU ) findet die Idee von Kulturamtsleiterin Andrea Kihm "sehr gelungen, das angesprochene Modell der Kinderecke, das keine Folgekosten verursacht, anzuschaffen." "Die Bücherregale sind schon zwischen 60 und 70 Jahre alt und müssten erneuert werden", so die Leiterin der Stadtbücherei, Karin Mostashiri. Nur acht Euro im Jahr kostet derzeit die Mitgliedschaft bei der Stadtbücherei für Erwachsene und Familien. Bei den Sachbüchern besonders begehrt sind die Reiseführer sowie Bücher für Handarbeiten, Garten und Kochen. Weniger nachgefragt werden Mathematik und Philosophie. Auch die Zeitschriften und Zeitungen erfreuen sich großer Beliebtheit. Mit 164 700 Ausleihen im Jahr 2014 konstatiert Karin Mostashiri eine Steigerung um knapp 4000 Leser gegenüber 2013.

Über die onleiheSaar können unter www.onleihe.de/onleihesaar digitale Medien wie eBooks und eAudios herunterladen. Den Onlinekatalog kann man unter opac.st-ingbert.de/webopac einsehen und Bücher reservieren.