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Brachfläche am Thume Eck in St. Ingbert sorgt für Diskussion

Ortsrat : Thume Eck sorgt weiter für Diskussionen

Seit dem Abriss von „Thume Eck“ hat sich auf der Fläche nicht viel getan. Anwohner und Ortsrat fordern von der Stadt eine Aussage über die weitere Verwendung des Geländes.

Ende 2016 war das Haus an der Kreuzung Josefstaler-/ Kohlenstraße, das sogenannte Thume Eck, abergerissen worden. Die meisten St. Ingberter waren froh darüber, denn das Gebäude stellte in seinem ungepflegten Zustand ein Sicherhitsrisiko dar. So sieht es auch der Ortsrat. Doch wie es dort nach dem Abriss der Ruine weitergeht, steht bisher immer noch in den Sternen. Ortsvorsteher Ulli Meyer sagt beim Vor-Ort-Termin mit Ortsrat, Hauseigentümern und Anliegern allerdings klar, dass sich „eine Abbiegespur oder ein Kreisverkehr mit Sicherheit nicht mehr in 2019 realisieren lässt“.

Doch was passiert bis zu einer Entscheidung, die unter Umständen auch die viel diskutierte Gegenläufigkeit der Kohlenstraße zum Ergebnis haben kann? Auch darum geht es in diesem Treffen auf der geschotterten Fläche vor der durch den Abriss unschönen Seitenwand des Nachbargebäudes. „Das kann nicht zwei weitere Jahre so liegen gelassen werden. Das tut auch der Stadt nicht gut“, sagt Meyer. Die Begrünung, auf die sich der Ortsrat noch im Mai des vergangenen Jahres verständigt hatte, ist mittlerweile vom Tisch. „Es wäre kein Problem, wenn man sagt, es braucht noch etwas mit der dauerhaften Lösung, aber so wie jetzt kann es nicht bleiben“, so Meyer weiter.

„Man sollte endlich mal Entscheidungen treffen“, sagt Roland Best, Besitzer eines benachbarten Hauses, in dem auch das „Edelweiß“ untergebracht ist. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Man sollte mal Nägel mit Köpfen machen. Es sind doch schon tausende von Euro für Gutachten in den Sand gesetzt worden.“ Vor allem wünsche man sich ein Konzept für die nächsten Jahre, denn ohne Plan, wie es in Zukunft mit der kurzen Häuserzeile weitergeht, sei eine Neuverpachtung der Räumlichkeiten in den benachbarten Häusern in solch einer Situation schwierig.

Auch die Bewohner und Geschäftsleute des Möbelhauses von gegenüber schämen sich für den Schandfleck. Dieser sei kein Aushängeschild für St. Ingbert und kein schöner Anblick für Kunden und Anwohner. Der Ortsrat plädiert für eine ordentliche Gestaltung der Fassade und fordert von der Verwaltung einen Zeitraum zu benennen, wie lange es noch dauere, die eventuelle Gegenläufigkeit der Kohlenstraße herzustellen. Auch das sei nicht in einem Jahr zu erledigen. Meyer wäre es am liebsten, es gebe eine Lösung, bei der das Haus neben dem Thume Eck stehen bleiben könne. „Wir brauchen auf jeden Fall eine schnelle Lösung, die nach vorne zeigt“, so der Ortsvorsteher.

„Man muss als Politik auch den Mut haben, Entscheidungen zu treffen, die nicht populär sind. Denn Politik sollte gestalten“, findet auch Roland Best. Der Ortsrat wünscht sich von der Stadt, sie möge das „Edelweiß“ ankaufen und zuallererst die Fläche, auf der zuvor das Thume Eck stand, ansehnlich herrichten.