Blumenmarkt bringt Farbe ins Spiel

Eine Veranstaltung unter freiem Himmel steht und fällt mit dem Wetter – normalerweise. Die Blieskasteler halten ihrem Blumen- und Gartenmarkt die Treue, selbst wenn es draußen ungemütlich ist.

. Zugegeben, die Blieskasteler waren mit ihren Märkten in den letzten Jahren immer verwöhnt. Meist war an den Markttagen herrliches Wetter, was sich auch auf den Besuch, die Umsätze und nicht zuletzt auf die Stimmung der Besucher sehr positiv auswirkte. Der Blumen- und Gartenmarkt am gestrigen Sonntag startete mit sehr durchwachsenem Wetter, das man eher dem Herbst, denn dem Frühling zugeordnet hätte. Aber die Blieskasteler Märkte haben einen guten Ruf, und so war der Besuch am Sonntag trotz des eher unfreundlichen Wetters doch sehr gut. Und auch bei den Händlern sah man zufriedene Gesichter.

Schon lange vor dem offiziellen Marktbeginn am Sonntagmorgen um 11 Uhr herrschte reges Treiben, die Parkplätze wurden schon früh knapp. "Man kann so früh noch nichts sagen, aber im vergangenen Jahr war es hier sehr gut. Und wir gehen davon aus, dass es auch an diesem Sonntag gut wird", zeigte sich Elmar Fritzer zuversichtlich. Er ist Bäckermeister und backt sein Brot noch im Holzofen. Und auch die relativ weite Anreise von Bernkastel nach Blieskastel scheint sich zu rentieren. Und wie man an diesem Beispiel sieht: Das Angebot auf dem Blieskasteler Frühjahrsblumenmarkt war wieder vielfältig. Da gab es alles, was der Gartenfreund braucht. Neben einem riesigen Angebot von Blumen und Pflanzen, das vom Kaktus bis zum Rosenstrauch, von dem Tomatenpflänzchen bis zum gefüllten Blumenkübel reichte, war auch das Spektrum der anderen Waren wieder breit gefächert. Da wurden Gartenscheren oder -handschuhe ebenso angeboten wie Gartenaccessoires oder auch Geschenkartikel. Es gab Brot und Ziegenkäse, Schmuck und Wein - man nahm es mit dem Motto nicht so ganz genau.

Und daher dehnte sich der Markt auch über die gesamte Blieskasteler Altstadt aus, man konnte wirklich aus einem breiten Angebot auswählen. Und es war ein Markt für fast alle Sinne, die Gäste konnten riechen, schauen und schmecken. "Das ist doch eine wunderbare Sache, ein toller Markt", schwärmte Anne-Lise Buchheit. Die Blieskastelerin besucht den Markt mit ihrem Mann in jedem Jahr, sie hat schon ihre Stammhändler: "Wo findet man sonst noch so ein breites Angebot?", war sie überwältigt. Bei Marco Schwammberger aus Kirkel ("Marcos Blumengarten") kaufte sie speziell veredelte Cocktail-Tomatenpflanzen und Sträucher für französischen Estragon, "den allerbesten", wie sie schwärmte.

Eher ruhig und bescheiden ließ es Albert Bur angehen. Der Hobby-Korbflechter aus Freisen saß vor seinem Anhänger und flocht seine gediegenen Körbe: "Die sind zwar ein bisschen teurer als die aus dem Supermarkt, aber dafür halten sie auch viel länger", überzeugte er seine Kunden.

Auch Volker Thomas aus Queichheim bei Landau machte einen sehr zufriedenen Eindruck: "Ja, ich bin sehr zufrieden. Das ist ein sehr guter Markt hier, und die Kunden sind sehr freundlich", stellte der pfälzische Gärtnermeister fest. Von Anfang an ist er auf dem Blieskasteler Blumenmarkt mit dabei, und es sah am Sonntag ganz danach aus, als würde er auch im nächsten Jahr wieder in die Stadt kommen.