Blicke ins Abstrakte

St. Ingbert/Kirkel. In der Reihe "Kultur im Bildungszentrum Kirkel" findet am Dienstag, 10. Juli, 17.30 Uhr, die Vernissage zur Ausstellung der Künstlerin Doris Bleif mit dem Titel "Weniger ist mehr - Farbe ist mir Thema genug" statt. Die Ausstellung findet wie fast alle Veranstaltungen im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kirkel statt

St. Ingbert/Kirkel. In der Reihe "Kultur im Bildungszentrum Kirkel" findet am Dienstag, 10. Juli, 17.30 Uhr, die Vernissage zur Ausstellung der Künstlerin Doris Bleif mit dem Titel "Weniger ist mehr - Farbe ist mir Thema genug" statt. Die Ausstellung findet wie fast alle Veranstaltungen im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kirkel statt. Doris Bleif, 1937 in St. Ingbert geboren, ist seit dem Jahr 1978 durch ihr umfangreiches künstlerisches Schaffen bekannt: anfangs diffizile Ölgemälde, danach Batiken - zuerst konkrete, später abstrakte Motive; dann Aquarelle und Kompositionen als Gouachen.Zurzeit entstehen vielfältige Bildobjekte und Collagen in Mischtechnik, abstrakt und konkret-konstruktiv. In der Philosophie bezeichnet Abstraktion ein gedankliches Verfahren, durch das von bestimmten gegebenen, jedoch als unwesentlich erachteten Merkmalen eines Gegenstandes abgesehen wird. Auf diese Weise soll sich das Augenmerk auf das Wesentliche konzentrieren, das heißt, auf eine ganz bestimmte begriffliche Bedeutung der so erfassten speziellen Merkmale. In der Bildenden Kunst bezeichnet Abstraktion einerseits die mehr oder weniger ausgeprägte stilistische Reduzierung der dargestellten Dinge auf wesentliche oder bestimmte Aspekte. In diesem Fall spricht man davon, dass vom Allgemeinen auf das Wesentliche abstrahiert wird. Was als wesentlich gilt, bestimmt einerseits die Kreativität des Künstlers, andererseits die Wahrnehmung des Betrachters. So ist es bei Doris Bleif. Durch Abstraktion können Veränderungen zum Beispiel in Perspektive, Farbgebung, Struktur oder Stil entstehen. Die abstrakte Kunst, die auch als gegenstandslose Kunst bezeichnet wird, ist eine Kunstrichtung, die mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts (um 1910) begann, als die ersten Maler sich immer weiter von der Wiedergabe oder Interpretation der realen Welt in ihrer Malerei entfernten. Unter die Bezeichnung fallen sowohl "abstrakt-abstrahierende" wie "abstrakt-gegenstandslose" Werke.

Doris Bleif hat sich Anfang 2000 in der Kunstszene auch durch ihre Teilnahme an der Aktion "Kunst im Fenster" einen Namen gemacht. In der Stadt St. Ingbert wurden damals leer stehende Geschäftsräume bis zur ihrer Vermietung von Künstlern "sinnvoll genutzt", wie es heißt. Die freien Schaufenster wurden Künstlern zur Verfügung gestellt, so dass diese ihre Werke dort kostengünstig der Öffentlichkeit präsentieren konnten. Es gab zwei Ziele: Für die Immobiliennutzer ergab sich durch die Kunst der Vorteil, dass Mietinteressenten visuell auf die freien Räume aufmerksam wurden, und zweitens, dass ein Stadtbild nicht mehr durch trostlose, leere Schaufenster getrübt wurde. Doris Bleifs Arbeiten kennzeichnet ein puristischer Stil. Sie malt überwiegend abstrakt nach dem Grundsatz: "Weniger ist mehr!"

Info im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel,

Am Tannenwald 1, in 6 64 59 Kirkel, Telefon: (0 68 49) 90 90; E-Mail: info.bzk@arbeitskammer.de. Die Ausstellung von Doris Bleif ist montags bis samstags von 8 bis 18 Uhr zu besichtigen. Sie dauert bis zum 30. September.

bildungszentrum-kirkel.de

Foto: Arbeitskammer