Blaumeiser kam, sah und traf

St. Ingbert. Lange sah es nicht so aus, als sollte es sein Samstagabend werden. Weil ihm in der Anfangsphase der Saarlandliga-Partie gegen die HF Illtal II überhaupt nichts gelang, schmorte Thorsten Blaumeiser, Rückraumspieler der SGH St. Ingbert, ab der 15. Minute auf der Bank

St. Ingbert. Lange sah es nicht so aus, als sollte es sein Samstagabend werden. Weil ihm in der Anfangsphase der Saarlandliga-Partie gegen die HF Illtal II überhaupt nichts gelang, schmorte Thorsten Blaumeiser, Rückraumspieler der SGH St. Ingbert, ab der 15. Minute auf der Bank. In seiner Trainingsjacke und mit einem Handtuch über den Beinen musste er mit ansehen, wie sich seine Kollegen gegen die junge Mannschaft des Tabellenletzten schwer taten (6:10/14. Minute).

Eine Viertelstunde vor Schluss bekam er dann aber seine zweite Chance. Erst traf Blaumeiser vier Mal in Folge und brachte St. Ingbert zurück ins Spiel (26:26). Dann kam die "Nachspielzeit" - und der wurfgewaltige Linkshänder traf per direktem Freiwurf mit seinem fünften Tor zum umjubelten 27:27 (12:15)-Endstand. Mit viel Gefühl legte der 26-Jährige den Ball nach bereits abgelaufener Spielzeit förmlich über die Illtaler Mauer genau ins obere linke Eck.

Vor 150 Zuschauern in der Ingobertushalle blieb die SGH damit zwar im zweiten Punktspiel in Folge ohne Sieg, aber eben auch ohne Niederlage. "Gerade wenn man sich die Leistung in der ersten Halbzeit ansieht, in der unsere Abwehr völlig neben der Spur war, können und müssen wir mit diesem Punkt zufrieden sein. Auch wenn wir in der Schlussphase durchaus die Chance zum Sieg hatten", meinte SGH-Trainer Mirko Schwarz und fügte hinzu: "Bei Thorstens Wurf war natürlich eine Menge Glück dabei. Aber so einen musst du dich auch erst mal trauen." Der Matchwinner selbst meinte mit einem breiten Grinsen: "Mein Start war eine Katastrophe. Zum Glück konnte ich doch noch zeigen, dass ich es kann. Und dann noch der Freiwurf - das war, glaube ich, der erste direkte Freiwurf überhaupt, den ich verwandelt habe."

Großen Anteil am Punktgewinn der SGH, die an diesem Abend ohne ihren Kapitän Christian Schauer (Urlaub) und Rückraumspieler Stephan Wendling (Fußverletzung) auskommen musste, hatte auch der erst 17-jährige Michael Bauer. Mit seiner Hereinnahme in der zweiten Hälfte kam Schwung ins Angriffsspiel der Gastgeber. Auch er bemängelte den Auftritt in der ersten halben Stunde: "Wir haben den zweiten Punkt heute in der ersten Halbzeit liegen gelassen. Natürlich müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein, wenn man die letzten Sekunden der Partie betrachtet."

Bereits am kommenden Freitag um 20 Uhr ist die SGH beim Aufsteiger HSG Ottweiler/Steinbach zu Gast.

Tore für die SGH: Thorsten Blaumeiser, Philipp Michel je 5, Jelle van Donkersgoed, Sebastian Diener je 4, Michael Bauer 4/2, Florian Wendel 2, Dirk Blaumeiser, Martin Schwarz, Marc Hoffman je 1.